Irsental (Irrhausen)

Das Irsental ist ein Kleinod der Natur: Rund tausend Käfer- und über 500 Schmetterlingsarten (145 davon verzeichnet auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten) sind hier heimisch, weshalb man das Irsental vor Ort auch Tal der tausend Schmetterlinge nennt. Der offizielle Name des Naturschutzgebiets ist allerdings etwas prosaischer: Ginsterheiden im Irsental bei Daleiden. Und auch diese Ginsterheiden haben es in sich, werden sie doch nicht ohne Grund das Gold der Eifel genannt.

Wer das Tal der tausend Schmetterlinge entdecken will, der sollte einen Tagesausflug planen und dann den Eifelgoldpfad (20km) wandern. So hat man die Chance, eines der schönsten Täler der Eifel zu erkunden – und vielleicht auch einen Biber bei der Arbeit zu beobachten, die sind nämlich im Irsental auch wieder heimisch. Der Eifelgoldpfade startet im Süden, an der Karlshauser Mühle, und führt – während der Ginsterblüte – durch die gelb leuchteten Ginsterheiden im Irsental nach Irrhausen und wieder retour.

Im Irsental liegen auch der 1ha große Stausee Irsental (ein Angelgewässer, das aus zwei Teichen besteht) und der Waldpark Eifel, ein kombiniertes Angebot aus Campingplatz, Kletterpark und einer 600m langen Seilrutsche. Gastronomie ist natürlich ebenfalls vor Ort. Der Naturlehrpfad Irsental führt von der Einfahrt zum Campingplatz um den Stausee herum und informiert auf Lehrtafeln über die Besonderheiten im Irsental.

Das Dorf Irrhausen wurde zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert gegründet. Die älteste bauliche Spur hinterließ die ehemalige Bannmühle (Haus Munkler) in der Hauptstraße. Auf der Toreinfahrt ist die Jahreszahl 1555 zu lesen. Die im Kern spätmittelalterliche Mühle ist eine Vierflügelanlage mit einem zweieinhalbgeschossigen Wohnhaus. Im 18. und 19. Jahrhundert fanden Überformungen der alten Bausubstanz statt. So datiert das Wirtschaftsgebäude aus dieser Zeit.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter in Ketten wurde neu errichtet und konnte 1902 eingeweiht werden. Der neugotische Saalbau mit ebensolcher Ausmalung fällt durch seinen langen spitzen Turm ins Augen, besonders wenn es dunkel ist, denn dann wird die Kirche angestrahlt.

Regionaler Bezug:

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