Horbach

Horbach ist auch bekannt als das Solardorf. Tatsächlich war der nur 720 Einwohner zählende Ort Horbach im Buchfinkenland die erste Gemeinde in Rheinland-Pfalz, die sich an der bundesweiten Kampagne „Solarlokal“ beteiligte.

Ob die Begeisterung für Sonnenenergie daran liegt, dass die Horbacher in früheren Tagen oft nasse Füße hatten? Der Ortsname bedeutet nämlich „sumpfiger Bach“. Jedenfalls ist bezeugt, dass Horbach erstmals 1486 genannt wird und in der Gemarkung noch zwei weitere Siedlungen – Willgenhausen im Westen und Linsingen im Süden – bestanden haben, die aber im 17. Jahrhundert aufgegeben worden sind.

Horbach verfügt über einige hübsch hergerichtete Fachwerkhäuser rund um die St. Laurentis Kapelle aus dem Jahr 1923. Am südlichen Ortsrand fällt ein großes Gebäude auf, das Ignatius-Lötschert-Haus. Es ist ein Senioren- und Kurzzeitpflegeheim, das von den Barmherzigen Brüdern Horbach getragen wird.

Vom Sportplatz „In den Buchen“ am Rand des Staatsforst Nassau hat man eine schöne Aussicht auf den nahe gelegenen Taunus und den Oberen Westerwald. Von hier kann man einen Marsch zu den 2009 aufgestellten drei Lehrtafeln machen, die leider noch nicht als Wanderweg ausgewiesen sind. Die erste Tafel steht in Nähe der „Dreiecksbank“ am Heuweg und weist auf die hier noch in Details erkennbaren Köhlerplätze hin.

Die zweite Tafel steht dann an der Wüstung Willgenhausen – im Volksmund „Willihause“ genannt – und informiert darüber, dass der Ort im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt wurde. Die dritte Tafel schließlich beschreibt die einst wohl größte Eiche im Westerwald, die tausendjährige Altweibereiche. Mit einem Umfang von etwa 8 Metern wurde sie bereits 1928 unter Naturdenkmalschutz gestellt. Leider ist die Altweibereiche abgestorben und heute nur noch als Baumruine zu bewundern.