Höhen und Tiefen: Josephskreuz und Kiliansteich im Harz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑283m  ↓283m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Höhen und Tiefen im Naturpark Harz (Sachsen-Anhalt) erwarten uns abwechslungsreich auf dieser Runde mit Start beim Feriendorf „Forsthaus Auerberg“. Die Höhen haben wir am Josephskreuz, auch genannt: „Eifelturm des Harzes“. Die Tiefe haben wir an der Talsperre Kiliansteich, gespeist vom Büschengraben.

Das Feriendorf Forsthaus Auerberg, spezialisiert auf Kinder- und Jugendreisen, liegt rund 4,5km von Stolberg entfernt. Wir parken auf dem Parkplatz Auerberg, zwischen der L236 und L235. Von dort nehmen wir den Steilen-Anstieg-Auerberg zur Josephshöhe, wo wir den höchsten Punkt der Wanderung bei 585m und nach 1,1km erreichen.

Der „Eifelturm des Harzes“ ist ein von 100.000 Nieten zusammengehaltenes 125t schweres Stahlfachwerkkreuz, das man über 200 Stufen erklimmen kann. Zuvor stand dort ein Eichenbalkenturm, der 1880 durch einen Blitz zerstört wurde. Das heutige Lateinische Kreuz misst stattliche 38m. Von der Spitze des Josephskreuzes aus kann man bis zum Brocken (1.141m) schauen. Über das Thüringer Land hinweg schweift der Blick bis zu den Türmen des Magdeburger Doms. Zur Einkehr lädt das Bergstübl und eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel ist auch da. Der Auerberg hat als zweiten Gipfel den Großen Auerberg.

Wir wandern mit Waldbegleitung talwärts, nutzen den Weg Straße zum Josephskreuz und kommen auf die Straße der Lieder, die zum Hotel Naturressort Schindelbruch führt. Chorleiter Gotthilf Fischer war einst auf dem Auerberg. Auf seine Idee, in diesem Landstrich das Singen zu kultivieren, geht dieser Wanderweg zurück, der 1993 angelegt und mit 10 Liedstationen ausgestattet wurde, mit Klassikern: Mein Vater war ein Wandersmann, Im schönsten Wiesengrunde … sind die Gedanken frei, ob vom Rösleinknaben oder der Köhlerliesl.

Wir kommen durch die Schindelbruchwiesen, die vom Rödelbach durchflossen werden. Der Rödelbach kommt durch den Frankenteich durchgelaufen. Der Frankenteich dient seit 1901 der Trinkwassergewinnung, wurde 1716 für den Bergbau angelegt und hat eine Wasseroberfläche von 7,5ha. Er gehört, wie auch sein Nachbar Kiliansteich, zum Flächendenkmal Unterharzer Teich- und Grabensystem.

Der Achtbuchenweg liegt südlich dem Kiliansteich, zu dem wir wandern und den wir an dessen Nordufer umrunden. Die Talsperre Kiliansteich hat eine Wasseroberfläche von 17,3ha. Am Erddamm der Vorsperre kann man sich noch einen Stempel für die Harzer Wandernadel besorgen. An Stelle des Kiliansteichs waren früher 4 Teiche, auch mit historischer Bedeutung für den Bergbau, und heutiger Bedeutung für die Wasserregulation sowie die Naherholung.

Der Abfluss ist der Rödelbach und so wie er, kommen wir dann zum Frankenteich. Von dort bis zum Ausgangsort sind es lediglich noch 2,5km.

Bildnachweis: Von Raik Schröter, Berga [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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