Aussichtsreiche Rundwanderung durchs Katzohlbachtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑238m  ↓238m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Als „Perle im Selketal“ beschreibt sich Güntersberge, ein Ortsteil der Stadt Harzgerode im Mittelgebirge Harz. Güntersberge hatte auch mal eine Burg. Von der Güntersburg sind lediglich Mauerreste erhalten, da muss man schon genauer gucken. Die Güntersburg war auf dem Kohlberg, über den wir kommen werden. Wie Perlen sind in Güntersberge einige Fachwerkhäuser erhalten.

Start der Runde ist beim Schwimmbad Bergsee. Der Bergsee ist ein Kunstteich, der Aufschlagwasser der Selke sammelte, um Wasserräder anzutreiben, von daher wird der Bergsee auch Mühlteich genannt.

Wir kommen an der Alten Schule mit einem Schulmuseum vorbei, wenden uns Richtung Selke, die wir überqueren und auf einem Naturlehrpfad ankommen. Dem folgen wir, die hübsche Schmalspurbahn der Selketalbahn querend, dann rechts haltend, wenn sich die Runde öffnet. Es geht am Bergsee und der Schmalspur längs.

Der Wanderweg Güntersberge-Katzohltal-Breitenstein leitet uns um den Kohlberg. Beim Katzohlteich, der Wasser des Katzohlbachs sammelt, bevor er sich in den Bergsee ausschüttet, macht der Weg eine spitze Kehre. Es geht durch abwechslungsreiche Natur an die Selketalbahn zurück. Durch Wald wandern wir dann auf den „Wanderweg zu Krolls Panoramablick“.

Durch kultivierte Landschaft mit Wiesen und Feldern geht es zum Brockenblick, östlich dem Osterkopf (506m). Beim Brockenblick haben wir bei 500m den höchsten Punkt der Wanderung und sind knapp 3,6km weit gekommen. Feld und Wiesen begleiten uns auf dem Weg ins Tal des Katzohlbachs. Der Weg heißt dann wieder Wanderweg Güntersberge-Katzohltal-Breitenstein und macht mit dem Bach einen Bogen.

Wenn wir den Bach gequert haben und uns Wald empfängt gehen wir auf einer Variante des Naturlehrpfads. Auf einem Wiesenstück heißt ein Aussichtspunkt „Höchster Punkt“ – gemessen wurde er mit 501m. Wir bleiben auf rund 490m. Wir kommen am Mühlberg vorbei talwärts zurück an die Selke und über den Sängersblick, wo wir über den Ort schauen können, den wir hernach erkunden können.

In Güntersberge steht die St. Martini Kirche (1859-71) im Stil der Neoromanik. In der Marktstraße reihen sich einige Fachwerkhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert aneinander. Der Gasthof Schwarzer Bär wurde als Wirtshaus bereits 1509 genannt, auch in der Burgstraße zeigt sich Fachwerk aufgereiht.

Interessant ist auch das kleine Tagelöhnerhaus in der Burgstraße 31, verschalt zwar, aber es hinterlässt irgendwie einen eigenen Eindruck. Man könnte jetzt noch das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum in der Klausstraße aufsuchen, sofern Wochenende ist. Es ist in einem Ackerbürgerhof aus dem 17. Jahrhundert. Auf Nager warten Minigalgen und Todesturm, zu den Kuriositäten zählen bunte Keramiken für die Notdurft oder ein Keuschheitsgürtel.

Bildnachweis: Von testtest [GFDL 1.2] via Wikimedia Commons

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