Von Stolberg zum Josephskreuz auf dem Großen Auerberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑296m  ↓296m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung zum „Eiffelturm des Harzes“, dem 1896 erbauten Josephskreuz im Südharz, startet in Stolberg, der Geburtsstadt Thomas Müntzers. Thomas Müntzer (1489-1525) war ein revolutionärer Theologe und Bauernführer.

Das historische Schmuckstück Stolberg fasziniert durch seinen hübschen Fachwerkbestand im Stil der Renaissance im Ortskern, unterhalb des prägenden Schlosses Stolberg. Der Rundturm von Schloss Stolberg stammt aus der Zeit um 1200. Schön sind auch der Schlossgarten und die Schlosskapelle. Im Ortskern steht der Saigerturm aus dem 13. Jahrhundert. Es gibt einiges zu sehen in Stolberg!

Wie machen uns vom Marktplatz in der historischen Mitte von Stolberg auf in Richtung Nordosten zum Großen Auerberg und zum Josephskreuz, beides auf 580m. Wir gehen durch die Straße Am Markt und biegen in die kurze Gasse „Reicher Winkel“ mit nur wenigen Häusern.

Jetzt geht es in die Straße Neustadt. Parallel zu dieser verläuft die Töpfergasse, beide umschließen ein Fachwerkviertel, wir kommen auf dem Rückweg wieder hier vorbei und nehmen dann die Töpfergasse. Von der Straße Neustadt biegen wir in die Straße Zechental und kommen am Friedhof vorbei mit einer Kapelle aus dem 15. Jahrhundert.

Wir kommen auf den Weg „Alte Poststraße“ (Markierung: rotes X) und folgen dieser bis zum Punkt der Sieben-Wege-Kreuzung. Dort gehen wir in die befestigte „Alte Auerbergstraße“ in die Richtung Schindelbruch (Markierung: blauer Punkt). Wenn die Stimme geölt ist, wir die Noten halten und wir mutig oder ignorant genug sind, nutzen wir auf der „Straße der Lieder“ die Gelegenheit alte Volkslieder zu trällern, während wir am Fuße des Großen Auerbergs zum Josephskreuz unterwegs sind (wieder rotes X). Das war eine Idee von Gotthilf Fischer (Chorleiter, 1928 geb.). Zehn Liedstationen, wo man auch reinhören kann: Die Gedanken sind frei – ist eines davon.

Nun sind bald 125t Stahl vor uns, die von 100.000 Nieten zusammengehalten werden. Über 200 Stufen kann das Doppelkreuz erklommen werden. Das Josephskreuz entstand, nachdem der Eichenbalkenturm von 1834 durch Blitzeinschlag 1880 zerstört worden war. In Anlehnung an die Balkenoptik wurde dieses gewaltige 38m hohe Lateinische Kreuz geschaffen.

Von der Spitze des Josephskreuzes hat man einen erhabenen Blick bis zum Brocken (1.141m) sowie weit ins Thüringer Land und man erkennt die Türme des Magdeburger Doms. Auch vor Ort ist eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel.

Auf dem Rückweg kommen wir erneut zur Kreuzung der Sieben Wege und wählen nun einen parallel (links) zur Alte Auerbergstraße verlaufenden Weg, der nach einigen hundert Metern auf diese trifft. Wir kommen am Schneiderborn vorbei und nach Stolberg zurück, wo wir jetzt über die Töpfergasse zum Markt gehen.

Bildnachweis: Jürgen Schneider [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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