Hitzkirchen (Kefenrod)

Wahrlich berühmt ist der Kefenroder Ortsteil Hitzkirchen. Man schrieb das Jahr 1528 als Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen samt Heer dem Mainzer Erzbischof die geistliche Gerichtsbarkeit abknöpfte. Im Klartext, durch den Vertrag von Hitzkirchen wurde Hessen evangelisch.

Über dem Mühlendorf Hitzkirchen hat eine beachtliche Wehrkirche Stellung bezogen. Sie löste die romanische Saalkirche ab. Der stolze Bau entstand im ausgehenden 15. Jahrhundert. Die Wehrkirche steht unter dem Patronat des Sankt Gangolf (burgundischer Ritter, Heiliger und Märtyrer im 8. Jahrhundert). Im Westen ist der Bau mit einem Treppengiebel ausgestattet. Der rechteckige dicke Turm, der einst Schießscharten und vier Ecktürmchen hatte, überragt den Westteil und den östlichen polygonalen Chor.

Noch ein Wort zu den Mühlen. Von den einst sechs Mühlen ist die sogenannte Müllermühle wohl die bedeutendste, da sie auf den Fundamenten der ältesten Mühle (um 1580) steht.

Direkt südlich an Hitzkirchen schließt sich der Kefenroder Ortsteil Helfersdorf an, der ebenfalls an der Bracht liegt, einem 32km langen Fluss, der bei Grebenhain im Vogelsberg entspringt und bei Wächtersbach in die Kinzig mündet. Interessanterweise verlief früher zwischen Hitzkirchen und Helfersdorf die Grenze zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen.