Hellenhahn-Schellenberg

Birkenhof BrennereiBirkenhof Brennerei

Der 1831 auf Anordnung von Herzog Wilhelm von Nassau zusammengelegte Doppelort Hellenhahn-Schellenberg liegt im Verlauf der B 255 zwischen Rennerod und Höhn. Hellenhahn wurde 1062 erstmals als Hildenhagen urkundlich erwähnt und ist damit der älteste bezeugte Ort mit dem Namensbestandteil hagen oder hain im Westerwald.

Seit 2005 ist Hellenhahn-Schellenberg Standort eines Museumladens für historische Reklame. Unter dem Namen Tante-Emmas-Welt hat Betreiber Wolfgang Burkhardt Tausende kleiner und großer Objekte gesichtet und sortiert und in alten Verkaufstresen, Schränken und Vitrinen präsentiert. Wer durch die Tür in den gut 50qm großen Museumsladen tritt, taucht ab in eine Zeit, in der viele Grundnahrungsmittel noch lose angeboten, abgewogen und in Papier eingerollt oder eingetütet wurden, wo sich Gurkenglas, Konfektbehälter und Schuhcreme-Verkaufsständer dicht gedrängt den knappen Platz auf der hölzernen Theke teilen mussten. Wer auf der Suche nach Werbeschildern, Blechdosen und Kautabaktöpfen ist, kann in Tante Emmas Welt nicht nur staunen, sondern auch kaufen oder mit anderen historischen Funden tauschen.

Im Ortskern von Hellenhahn-Schellenberg lohnt ein Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Peter in Ketten. Sie ist 1849-50 aus Westerwälder Basalt auf den Grundmauern der früheren St. Peterskapelle aus dem 14. Jahrhundert erbaut. Im Umfeld der Kirche finden sich auch noch einige gut erhalten Westerwaldhäuser.

Für Wanderer bietet sich ein Abstecher zum Naturdenkmal Seitenstein an, eine Basaltfaufschichtung, die rund 25m in die Höhe ragt. Einige Wanderwege führen hier vorbei. Der Blick vom Wißnerberg eröffnet eine gute Aussicht auf die Umgebung.