Heesfelder Mühle

Östlich der Kernstadt von Halver an der Bundesstraße B 229 Richtung Lüdenscheid liegen mehrere Ortsteile, unter anderem Heesfeld. Wie so häufig rund um Halver sind die Tallagen landwirtschaftlich durch Wiesen und Felder genutzt, nur die Bergkuppen sind bewaldet. Von Heesfeld aus führt ein enges Tal Richtung Nordwesten zwischen zwei dieser Bergkuppen hindurch: Susannenhöhe (350m) im Westen und die Ausläufer der Burscheid (410m) im Osten.

In diesem engen Tal findet sich die Heesfelder Mühle. Das oberschlächtige Mühlrad, das einst dazu diente, Getreide zu mahlen, erzeugt heute saubere und umweltfreundliche Energie. Die Mühle ist das Herzstück eines Projekts, das Naturschutz und kontrolliert biologische Landwirtschaft verbinden soll. Im Erdgeschoss der Mühle ist ein Bioladen eingerichtet, in dem man sich mit den Erzeugnissen der Biolandwirte aus der Region eindecken kann.

Darüber hinaus dient das Gebäude als Begegnungs- und Informationszentrum. Der Verein, der das Projekt betreibt, engagiert sich an vielen Stellen rund um die Mühle. Die Renaturierung der Hälver ist ebenso Bestandteil des Programms wie die Umwandlung von Monokulturen in der Waldwirtschaft in gesunde Laubmischwälder.

Innerhalb von zwei Jahren wurde die alte Mühle liebevoll restauriert. Ein eigens gegründeter Verein hat viel Eigenleistung in die Restaurierung gesteckt. Ganz in der Nähe liegt die alte Dorfschule aus dem Jahr 1782. Sie wurde im Rahmen des Projekts ebenfalls auf Vordermann gebracht und beherbergt heute ein Museum.

Wer sich für historische Architektur interessiert, für den lohnt sich auch ein kleiner Abstecher nach Bochen auf der gegenüberliegenden Seite der B 229. In dem kleinen Ort, der direkt an der Hälver liegt, steht ein rund 400 Jahre altes Fachwerkhaus, das sich als Etappenziel für einen Ausflug anbietet.

Fortsetzen kann man diesen Ausflug dann zum Beispiel auf der Trasse der ehemaligen Hälvertalbahn. Diese 9km lange Zugstrecke zwischen Halver und Schalksmühle war 1888 eröffnet worden. Der Zugbetrieb ist aber schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts stillgelegt, und aus der Bahntrasse wurde ein Wander- und Fahrradweg.