Havelhöhenweg, Schwanenwerder und Grunewaldturm


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑255m  ↓255m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unterwegs im Grunewald, auf dem Havelhöhenweg, mit Aussicht und viel Wasser: Diese Rundwanderung verspricht eine schöne Auszeit aus dem Berliner Großstadttrubel. Wir starten am Parkplatz am Waldhaus an der Havelchaussee, seit 1902 ein beliebtes Ausflugslokal im Grunewald. Wir können wahlweise mit dem Rad, dem Auto oder mit der Buslinie 218 (die hier mit Traditionsbussen fährt – von der Messe-Nord zur Pfaueninsel).

Wir queren die Havelchaussee und kommen direkt auf den Havelhöhenweg. Dem folgen wir – mal direkt auf dem Höhenweg, mal ein paar Meter versetzt – zur Lieper Bucht, einer Badestelle an der Havel. Von der Lieper Bucht blickt man schön auf die Insel Lindwerder, zu der man mit einer kleinen Fähre übersetzen kann zwecks Erholungspause.

Der Havelhöhenweg gibt uns weiter die Richtung vor. Wir passieren das Wasserwerk Beelitzhof, kommen zum Parkplatz an der Großen Steinlanke und weiter zum Großen Fenster, einer beliebten Badebucht an der Havel.

Jetzt gehen wir vor bis zur Insel Schwanenwerder. Sie liegt am Ausgang des Großen Wannsees und ist über eine Brücke mit dem Ufer verbunden. Westlich der Insel am gegenüberliegenden Havelufer liegt Kladow, südwestlich die Pfaueninsel. Schwanenwerder ist fast komplett mit Villen und Einfamilienhäusern bebaut; ein Zugang zum Ufer ist für die Öffentlichkeit nicht möglich. Schwanenwerder ist bis heute eine gefragte Wohnlage. Einst residierten hier Wirtschaftsbosse wie Rudolph Karstadt und der Schultheiß-Chef Walter Sobernheim, später viele Nazigrößen, allen voran Joseph Goebbels.

Wir gehen noch ein kurzes Stück südwärts bis kurz vor den Parkplatz des Strandbads Wannsee. Dann verlassen wir den Havelhöhenweg und wandern tiefer hinein in den Grunewald. Wir kommen zum Wegekreuz Vier Eichen, halten uns hier halblinks und wandern wieder zur Havelchaussee.

Wenn wir die gekreuzt haben, leitet uns unsere Route hinauf zum Karlsberg (79m). Auf dem Karlsberg steht der Grunewaldturm. Der 55m hohe Aussichtsturm aus rotem Backstein entstand 1897-99. Das Sockelgeschoss des Turmes ist als Gedenkhalle ausgebildet. Über dieser erhebt sich der im quadratischen Grundriss ausgeführte Turmbau. Der Aufstieg auf die Aussichtsplattform in 36 Metern Höhe mit schönem Blick über Havel und Grunewald ist kostenpflichtig (Stand 2019: 3 Euro).

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