Hausen (Heimbach)

Noröstlich von Heimbach erhebt sich der Sonnenberg (393m) mit dem Waldgebiet Hausener Busch. Am Fuße des Sonnenbergs liegt das kleine Fischbachtal und weiter die Landstraße L 249 hinauf kommt man in den Heimbacher Stadtteil Hausen.

Burg Hausen wurde im 14. Jahrhundert aus Bruchsteinen errichtet. Die ältesten noch erhaltenen Teile der heutigen Burganlage entstammen dem 16. Jahrhundert. Die Gräben der Wasserburg wurden von dem Wasser der Anhöhen und dem Mühlenbach gespeist. Die Gräben sicherten den nördlichen und östlichen Teil der Burg Hausen. Die Burg erinnert ein wenig an eine landwirtschaftliche Hofanlage.

Denkmalgeschützt sind unter anderem die Außenmauern und der Keller des Wohnhauses, der südliche Torbau und die Außenmauer sowie die Außenwände der östlichen Hofgebäude. Reste aus dem 14. und 15. Jahrhundert der einstigen Burg finden sich im sogenannten Wohnhaus Gilles. Das mittelalterliche Burghaus erhielt im 16. Jahrhundert eine Erweitung zu einem Winkelbau mit Treppenturm. Die einstige Vorburg, heutiger Hofteil Adam, wurde im 17./18. Jahrhundert auf dem Grundriss von Vorgängerbauten errichtet.

Nahebei in der Hausener Straße 4 steht die ehemalige Burgmühle. Die Fachwerkhofanlage stammt aus dem 17./18. Jahrhundert und besteht aus zwei Häusern. Der zweigeschossige Fachwerkbau hat einen Wohn- und einen Stallteil mit Anbau für Kleinvieh und wurde im17. Jahrhundert errichtet. Das höhere angebaute Mühlenhaus mit einem Krüppelwalmdach stammt aus der Zeit um 1800. An der Giebelseite aus Bruchstein klapperte einst das Mühlrad. Die Burgmühle ist noch in Besitz eines Mahlwerks. In Hausen sind zudem noch einige Winkelhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu sehen.

Ein ortsbildprägender Bau ist auch die katholische St. Nikolaus Kirche neben der Burg Hausen. Die Saalkirche im weißen Verputzgewand wurde in klassizistischen Formen mit einem aufgesetzten Turm im Jahre 1834 gebaut. Die Kirche ist 3-jochig und hat einen kleinen Sakristeivorbau an der Westseite. Im Inneren findet sich eine Ausmalung im nazarenischen Stil. Der geschnitzte Eichenaltar stammt aus dem 18. Jahrhundert, wie auch Beichtstuhl und Kanzel. Das Chorgestühl ist ein Jahrhundert älter. Die Heiligen Nikolaus und Cecilia beschützen das Innere.

Benachbart ist der Heimbacher Stadtteil Blens mit seinem Herrenhaus der einstigen Burg Blens aus der Zeit um 1100 und der Bruchsteinkapelle St. Georg, die 1807 neu aufgebaut wurde. Wer wandernd auf der Buntsandsteinroute unterwegs ist, kann Hausen und Blens hübsch miteinander verbinden und das Flair der längst vergangenen Zeit an der Rur atmen.

Bei Blens erheben sich im Rurtal einige markante Buntsandsteinfelsen, die auf die Namen Jufferley, Breidesley und Engelsley hören. Die Region ist auf 14ha als Naturschutzgebiet Buntsandsteinfelsen bei Blens ausgewiesen, daher gilt: Klettern verboten!

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