Hattgenstein

Einfach nur Wald? Langweilig. Aber ein Zauberwald? Da leuchten Kinderaugen. Und davon gibt es im Hunsrücker Zauberwald bei Hattgenstein einige. Insgesamt 25 spannende Stationen gibt es und Maskottchen Willi Wurzel begleitet kleine Waldläufer beim Entdecken und Erkunden.

Der Zauberwald erstreckt sich südlich von Hattgenstein bis hinunter ins Hambachtal, bekannt für den Ferienpark Hambachtal.

Am nördlichen Einstieg in den Zauberwald bei Hattgenstein steht der 2006 errichtete Aussichtsturm Hattgenstein. Stolze 29m hoch bietet der frei zugängige Aussichtsturm einen ungestörten Panoramablick über den Hunsrück und bis hinein ins Saarland und zur Eifel. Am Fuße des Aussichtsturms wurde das alte Sportlerheim zur Rothenburghütte mit Snackangebot umgerüstet.

Blickfang in Hattgenstein ist das Glockenhaus, das 1762 als Wohnhaus des Gemeindedieners erbaut wurde. Später wurde es zur Schule und seit 1975 nutzt man das Glockenhaus als kleine Kirche.

Nordöstlich von Hattgenstein liegt Schwollen, das Sprudeldorf am Schwollbach, einem 15km langen Zufluss der Nahe. Gleich zwei Mineralwasserquellen sprudeln hier. Da fühlt sich Sirona, die römische Göttin der Quellen und der Heilung wohl.

Der Sironaweg leitet zwischen Schwollen und Leisel über die Götterallee. Die Götter sind recht bunt gestaltet und in Lebensgröße. Da sitzen Juno und Gemahl Jupiter auf ihrem Thron, Herkules in seiner männlichen Pracht schaut auf den Wanderer und Minerva trägt Hütchen nebst züchtiger Gewandung, wobei Vulcanus bei der Arbeit ist. Liebesgöttin Venus ist auch mit von der Partie.

An der Götterallee bzw. dem Sironaweg liegt auch die bereits zu Leisel zählende Wallfahrtskirche Heiligenbösch. Die heute evangelische Pfarrkirche Heiligenbösch stammt aus dem 13. Jahrhundert, was der Westturm verrät. Das Kirchenschiff wurde 1730 errichtet. Die weiß verputzte Kirche steht über einer Badeanlage einer Villa Rustica. Im Inneren der Kirche sind barocke Wandmalereien zu sehen.