Harzer Hexenstieg Etappe 5 Talsperre Wendefurth - Thale


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑640m  ↓751m
Harzer Hexenstieg Wegzeichen Fernwanderweg Harz

An der Talsperre Wendefurth im Naturpark Harz beginnen wir die Schlussetappe des Harzer Hexenstiegs. Über eine kleine Straße gehen wir nach Wendefurth hinein und folgen dann der Bode auf ihrem Lauf nach Altenbrak.

Von Altenbrak aus wandern wir weiter nach Treseburg. Hier beginnt das Bodetal sich markant zu verengen und gilt ab hier bis nach Thale hinein als eines der schönsten Felsentäler nördlich der Alpen. Aber Achtung: Aufgrund von Steinschlag sind immer wieder Passagen teilweise gesperrt und der Hexenstieg umgeleitet. Deshalb hier besonders auf die örtliche Beschilderung achten.

Das Bodetal ist – im Wesentlichen schon seit 1937 – auf einer Fläche von 474ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen und gehört zu den 77 nationalen Geotopen. Mit mehreren hunderttausend Wanderern jährlich zählt das Bodetal zwischen Treseburg und Thale zu den Tourismus-Schwerpunkten in Sachsen-Anhalt und trägt mit Stolz den Beinamen Grand Canyon des Harz.

Schmal schlängelt sich der Wanderweg nun durchs Tal, vorbei an hoch aufragenden Granitfelsen. Informationstafeln geben dem Wanderer einen Einblick in Geologie, Fauna und Flora entlang des Wegs. Vorbei an der Sonnenklippe geht es unterhalb des Großen Rabensteins (436m) zu den Gewitterklippen und in den Bodekessel.

Der Bodekessel ist ein Strudeltopf an der Teufelsbrücke, der engsten Stellen des Bodetals. Die Sage führt die Entstehung des Bodekessels darauf zurück, dass der germanische Wassergott Wasur die Felsenmauer zwischen Roßtrappe und Hexentanzplatz durchbrach, um der Bode den Weg zu bahnen. Oberhalb der Bodeklamm erhebt sich die Teufelskanzel. Hier soll der Teufel seine Hexen instruiert haben.

Weiter geht es zur Jungfernbrücke, die der Sage nach nur von Jungfrauen überquert werden darf, weil sie sonst einbricht. Wer sich derart jungfräulich fühlt, könnte hier abzweigen und zur La Viershöhe (479m) hinaufsteigen, um einen wunderbaren Blick über die Schlucht, zur Roßtrappe und nach Thale zu genießen. Die anderen bleiben in der Schlucht und können sich im Gasthof Königsruhe stärken.

Unterhalb der Roßtrappe verläuft der Harzer Hexenstieg weiter im Bodetal und erreicht bald Thale. Hier besteht die Möglichkeit, entweder mit dem Sessellift zur Roßtrappe oder mit der Kabinenseilbahn zum Hexentanzplatz zu fahren. Beides ist empfehlenswert. Die Roßtrappe ist einer der bekanntesten Felsen im Harz und erhebt sich links der Bode. Am anderen Ufer liegt der Hexentanzplatz mit Tierpark und einer der ältesten Naturbühnen Deutschlands.

Her Harzer Hexenstieg selbst bleibt im Tal und leitet vorbei an der neugotischen Villa Rosenburg (19. Jahrhundert) in den Friedenspark, der die evangelische St. Petri Kirche umgibt. Die St. Petri Kirche wurde 1904-05 im Stile der rheinischen Spätromanik errichtet.

Der Harzer Hexenstieg endet offiziell hinter der Kirche am Hauptbahnhof Thale, der regelmäßig Anbindung an Halberstadt, Quedlinburg und Magdeburg bietet. An Wochenenden gibt es darüber hinauf eine Direktverbindung nach Berlin.

Bildnachweis: Von JurecGermany [Public Domain] via Wikimedia Commons

Harzer Hexenstieg Etappen


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