Große Dhünntalsperre

Man mag es kaum glauben, aber das Bergische Land ist eigentlich eine recht trockene Gegend, zumindest wenn man sich den Grundwasserspiegel anschaut. So war es seit Ende des 19. Jahrhunderts eine echte Herausforderung, die explodierenden Einwohnerzahlen im Bergischen Städtedreieck mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen. Talsperre um Talsperre entstand. Aber richtig Luft verschafft hat man sich in Sachen Wasserversorgung dann 1975-85, als aus einer ehemals kleineren Talsperre die Große Dhünntalsperre gebaut wurde.

Die Große Dhünntalsperre ist die größte Trinkwassertalsperre im Westen Deutschlands. Wenn die Große Dhünntalsperre komplett voll ist, speichert sie 83 Milliarden Liter Wasser – das entspricht in etwa 590 Millionen voller Badewannen und bringt selbst den durstigsten Städter sicher durch einen trockenen Sommer. Bei Vollstau bedeckt die Große Dhünntalsperre eine Fläche von 440ha, ist damit also fast doppelt so groß wie die Wuppertalsperre.

Als Trinkwassersperre ist die Große Dhünntalsperre für sportliche Aktivitäten gesperrt und der Zugang wird nicht nur untersagt, sondern durch einen 760ha großen Wasserschutzwald auch gesichert. Nur auf den ausgewiesenen Wanderwegen kommt man schon einmal in die 100m breite Schutzzone, die neben dem Gewässerschutz auch dazu dient, dass sich die Tiere und Pflanzen an der Großen Dhünntalsperre ungestört entwickeln zu können.

Frei zugänglich sind aber die Dämme der beiden großen Vorsperren und der Hauptsperre und können zu Fuß überquert werden. Besucher können sich auch detailliert über die Talsperre im Informationszentrum des Wupperverbands an der Hauptstaumauer informieren.

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