Gonterskirchen

Der Laubacher Stadtteil Gonterskirchen ist der erste Ort, den die Horloff erreicht, nachdem sie zwischen Schotten und Altenhain entsprungen ist. Die Horloff ist ein 45km langer Zufluss der Nidda, in die sie in Ober-Florsheim mündet. Gonterskirchen liegt malerisch umgeben von ausgedehnten Mischwäldern und ist ein guter Startpunkt für Touren in den Vogelsberg.

1239 wurde Gonterskirchen erstmalig urkundlich erwähnt und aus dieser Zeit stammt auch die frühgotische Kirche. Die heute evangelische Kirche ist ein hervorragendes Beispiel für den oberhessischen Landkirchenbau. Die Kirche wurde unter Einfluss der Bauhütte des Klosters Arnsburg erichtet und weist ein Holztonnen-Dach auf. Im Innenraum findet sich eine sehenswerte Orgel aus dem späten Rokoko.

Ebenfalls sehenswert ist das restaurierte Backhaus im Unterdorf von Gonterskirchen. Das von einem Verein vor dem Abriss bewahrte kleine Gebäude mit den bis heute gebräuchlichen Backgeräten wird heute für kleinere Veranstaltungen und als standesamtliches Trauzimmer genutzt.

Verlässt man Gonterskirchen in Richtung Friedrichshütte und Ruppertsburg liegt linkerhand das Naturschutzgebiet Silbachtal. Das malerische Seitental der Horloff besticht durch seine Pflanzenvielfalt und zahlreiche Vogelarten, die hier heimisch sind.