Gleidorf

Folgt man von Winkhausen aus der Lenne abwärts, erreicht man schon nach kurzer Strecke den Nachbarort Gleidorf, ebenfalls ein Ortsteil von Schmallenberg. Bekannt ist hier vor allem die Friedenskapelle, die am Ortsausgang in Richtung Bad Fredeburg zu finden ist. Sie entstand 1858, war allerdings schon rund fünfzig Jahre später durch den Neubau der Kirche im Ortskern wieder überflüssig. 1968-69 schlossen sich die Gleidorfer zusammen und restaurierten das schlichte kleine Gebäude, so dass es heute wieder als Gotteshaus dienen kann.

Zwei weitere Kirchen bestimmen das Ortsbild von Gleidorf. Von 1873 stammt die Auferstehungskirche, die zu einer der ältesten evangelischen Gemeinden im katholischen Hochsauerland gehört. Durch ihre Lage direkt an dem dichten Rad- und Wanderwegenetz im Lennekessel soll sie verstärkt als offene Kirche Raum zu Gebet und Besinnung bieten.

Auffälliger als die protestantisch-schlichte Auferstehungskirche ist dagegen der Turm der katholischen Herz-Jesu-Kirche, die 1984 eingeweiht wurde. Der helle Innenraum der Kirche kommt ohne jegliche Stützpfeiler aus, wodurch der Bezug zu einem Zelt hergestellt wird.

Wem die friedliche Stille von Kapellen und Kirchen zu langweilig ist, der kann in Gleidorf auch das Kontrastprogramm erleben: Auf einer speziellen Strecke werden hier Autocross-Rennen und -Meisterschaften ausgetragen. Ebenfalls sportlich, aber deutlich ruhiger, geht es hingegen auf dem 18-Loch-Golfplatz zwischen Gleidorf und Winkhausen zu.

Mehr Spiel als Sport bietet der Erlebnisspielplatz Wilde 13 auf rund 4.000qm Fläche in Gleidorf. In drei Ebenen können Kinder und Junggebliebene von 8 Monaten bis 80 Jahren im Sand- und Wassermatschbereich toben, eine 45m lange Seilrutsche entlang sausen oder sich im Survival-Parcours beweisen.