Winkhausen

Wo am Fuß des Knollen (533m) die Sorpe in die Lenne mündet, liegt der kleine Schmallenberger Ortsteil Winkhausen. Schon im Jahr 1068 wird der Ort erstmals erwähnt, damals unter dem Namen Wiedinghusen. Große Bedeutung hatte das kleine Fleckchen Land an der Lenne damals. Immerhin führte hier ein wichtiger mittelalterlicher Handelsweg entlang, die sogenannte Heidenstraße, die auf 500km Länge Leipzig mit Kassel und Köln verband.

Noch älter als die Ersterwähnung Winkhausens ist die Erzählung, nach der der Sachsenkönig Widukind, auch Wittekind genannt, hier ein Heerlager aufgeschlagen haben soll. Um das Jahr 800 herum soll das gewesen sein. Sein Ziel: Die Eroberung der Burg auf dem Wilzenberg (658m). Dieser markante Gipfel, der wie eine Insel im Lennetal thront, ragt direkt südwestlich des Ortes auf der anderen Lenneseite auf.

Ob diese Legende auf Fakten beruht, können wir an dieser Stelle nicht klären. Besuchenswert ist Winkhausen aber allemal. Zum Beispiel, um sich das Erlebnismuseum auf dem Schultenhof anzusehen. Das von der Familie Kuss privat geführte Museum befindet sich in einer der ältesten und wichtigsten erhaltenen Hofanlagen im Hochsauerland.

Das Haupthaus von 1744 mit der im Originalzustand erhaltenen Deele und einer Fuhrmannsgaststube kann besichtigt werden, ebenso wie die Küche mit dem mächtigen Kamin aus dem Jahr 1800. Auch ein mittelalterlicher Brunnen ist noch vorhanden und bezeugt, dass die Hofstelle schon weit älter ist als die heutigen Gebäude. Das eigentliche Museum befindet sich im Schafstall von 1860. Landwirtschaftliche Geräte, altes Handwerk, aber auch Dampflokomobile und alte Amateurfunkstationen sind zu sehen.