Geologischer Rundweg Düdinghausen (Medebach)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑235m  ↓235m
Geologischer Rundweg Düdinghausen Markierung Beschilderung

Auf überwiegend naturnahen Pfaden und Wegen folgen wir dem Kopffüßer auf diesem Premiumweg mit Start und Ziel in Düdinghausen. Das Logo des Cephalopoda, wie das Weichtier des Meeres heißt, führt uns durch die Landschaft des einst tropischen Urmeers und durch die Erdgeschichte.

Kopffüßer sollte man übrigens nicht verwechseln mit Kopffüßlern. Kopffüßler werden die ersten Kinderzeichnungen genannt, die einen Mensch zeigen sollen. Die Runde ganz im Osten des Sauerlands kann man auch mit einem Landschaftsführer gehen.

Düdinghausen, als Teil von Medebach im Hochsauerlandkreis, positioniert sich als Erlebnisdorf Natur und Geschichte. Wir sind hier am Rand der Medebacher Bucht, der „Toskana des Sauerlands“. Wenn das mal keine Versprechen sind! Wir gehen dem auf den Grund per Premiumwanderweg, der mit 7 Infotafeln ausgestattet ist, starten am Schilderbaum in der Ortsmitte bei der neugotischen Kirche St. Johannes Baptist (1903).

Zwei weitere Wege durchs Dorf sind der Sauerland-Höhenflug und der Medebacher Bergweg. Wir streifen auf dem Weg zum Friedhof einige Wandertafeln am geschichtlichen Dorfrundgang. Beim Friedhof queren wir die L854 und streben zum Kreuzberg, über den wir eine aussichtsreiche Runde mit Waldbegleitung und einem Kreuzweg aus dem Jahr 1859 erleben. Am Kreuzberggipfel (535m) mit Kapelle genießt sich ein tolles Panorama.

An der Straße Knickenhagen und dem Vitsenböhl-Steinbruch nebst Info knicken wir auch ab und wandern mit dem Riepenbach. Wenn wir die L854 erneut gequert haben sind wir am Borghagen-Steinbruch, der als Geotop 2005 hervorgehoben wurde, mit Info. Gen Norden und durch Wald statten wir dem Gerkes-Steinbruch einen Besuch ab. Nach dem Abstecher kommen wir nah an die L854 mit dem Wede-Parkplatz und treffen einen Abschnitt des Uplandsteigs.

Weiter aufwärts, unserem GPS folgend und durch Wald, gelangen wir nach rund 5km bei 671m an den höchsten Punkt der Runde, treffen auf Buchen und geologisch auf ein Meeting zweier Erdzeitalter: Karbon und Devon. Kurz drauf sehen wir den Kirchen-Steinbruch.

Geologie und Geschichte werden durch Aussichten und Einblicke angereichert. Beim Absteigen über den mittelalterlichen Meggers-Holt-Hohlweg erhalten wir einen schönen Blick auf Oberschledorn. Wir kommen von Westen her zum Ausgangsort zurück, mit Rast und Erfrischung am Riepenbach.

Bildnachweis: Von Hans- Jürgen Lichte [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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