Gebhardshain

Gebhardshain ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde im Oberen Westerwald. Das Wahrzeichen von Gebhardshain ist von 1860-63 erbaute dreischiffige Pfarrkirche St. Maria Magdalena.

Die Ursprünge der Kirche gehen auf das 13. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit stammt noch ein Stück des 40m hohen Kirchturms bis etwa zur Höhe des Mittelschiffs. Bis 1859 die evangelische Kirche im neugotischen Stil errichtet wurde, diente die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena beiden Konfessionen als Gotteshaus.

1999 wurde im Bürgerforum von den Gebhardshainer Heimatfreunden ein Dorfmuseum eingerichtet, das zu den Themen Haushalt und Wohnen, Landwirtschaft und Hauberg sowie Handwerk und Handel die Tradition lebendig hält. Das Bürgerforum war bis in die 1980er Jahre ein Hotel. Dann kaufte es die Gemeinde und führte eine aufwändige Restauration durch. Heute ist das Bürgerforum Veranstaltungszentrum und Herberge des Dorfmuseums. Seit 2002 ist dem Dorfmuseum eine Puppenstube angegliedert, in der rund fünfzig Puppen und historisches Kinderspielzeug zu bewundern sind.

Die frühere Poststelle von Gebhardshain befindet sich in dem 1702 erbauten Fachwerkhaus Schuster. Die Inneneinrichtung dieses privat bewohnten Hauses gleich heute einem Museum. Einrichtung und Gebäude haben die letzten 300 Jahre fast unbeschadet und unverändert überstanden.

Am Südrand des Ortes liegt zwischen Höhenweg und Tannenweg ein Wanderparkplatz, von dem verschiedene Streckenwanderungen ausgehen. Geht man sich von diesem Parkplatz über den Tannenweg bergauf erreicht man die Liebergstraße: Von hier liegen in etwa 1km Entfernung die „Zehn Tannen“ und weiter in nordöstlicher Richtung die Gehöfte Oberhombach. Das gerodete Haubergsgelände zieht sich mit großem Gefälle in ein idyllisches Tal hinein, das zu den schönsten Gebieten des Gebhardshainer Landes zählt.

Wendet man sich vom Wanderparkplatz südlich, erreicht man die Gemarkung Spielstück, die über 450m hoch liegt. Vor dem Angriff auf Frankreich 1940 war hier ein Truppenübungsplatz für Pioniereinheiten eingerichtet. Man sieht heute noch Erdsenken und Reste von Betonbunkern.