Flacht

Flacht liegt etwa vier Kilometer südlich von Limburg und Diez im unteren Aartal. Die Landschaft rund um Flacht ist geprägt vom Ackerbau. Anno 881 wurde die Kirche in Flachta erstmals in einer Urkunde der Abtei Prüm genannt, der hier ein Fronhof und Ländereien gehörten.

Die damals noch katholische Kirche von Flacht wurde im Zuge der Reformation zur evangelischen Pfarrkirche. Der viergiebelige Westturm lässt auf eine Bauzeit um 1200 schließen. Der gotische Chor ist mit Wandmalereien geschmückt. Das Kirchenschiff wurde um 1700 erbaut. Das Innere der Kirche ist barock. Die Kirche von Flacht hat drei Glocken. Anna, die älteste, stammt aus dem Jahr 1499. 1838 wurden nochmals größere Umbauten an der Kirche vorgenommen. Heute steht die Kirche samt dem daneben liegenden spätbarocken Pfarrhaus unter Denkmalschutz.

Deutlich jünger, aber ebenfalls denkmalgeschützt, ist der alte Aartal-Bahnhof in Flacht. Es wurde um 1900 gebaut. Bereits neunzig Jahre später, nach Stilllegung der Aartalbahn, wurde das Gebäude verkauft und wird heute als Gaststätte betrieben. Der alte Bahnhof von Flacht ist Start für Handhebeldraisinenfahrten zwischen Diez und Zollhaus, die vom Arbeitskreis Aartalbahn betrieben werden.

Ebenfalls sehenswert ist die alte Flachter Mühle, die 1405 erstmals urkundlich erwähnt wurde, seit 1873 im privaten Besitz ist und noch bis zum Jahr 2000 ihren Dienst verrichtete. Wer durch Flacht wandert, sollte auch dem Dorfplatz direkt an der B 54 einen Besuch abstatten. Ihm gegenüber liegt das ehemalige Rathaus, das das Ortsbild ebenfalls maßgeblich prägt. Unterwegs sind auch noch drei alte Laufbrunnen zu entdecken, die 1850 errichtet wurden, bevor Flacht anno 1899 Wasserleitungen bekam.