Feuerroute (Naturpark Rheinland)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 34 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑441m  ↓456m
Feuerroute im Naturpark Rhein Wegzeichen

2015 wurde im Naturpark Rheinland die Feuerroute als Themenwanderweg eingerichtet. Die Streckenwanderung führt von Rheinbach zum Rodderberg (196m) im Drachenfelser Ländchen. An sechs Stationen gibt es Informationsstelen, in denen man eine für die Region typische Gesteinsart findet, die man mitnehmen und in einem Sammelkasten (den gibt’s am Naturparkzentrum im Himmeroder Hof) verwahrten kann.

Wir starten die Wanderung auf der Feuerroute am Himmeroder Hof in Rheinbach. Der Himmeroder Hof wurde im 13. Jahrhundert als Landwirtschaftsgut des Klosters Himmerod angelegt. Heute befindet sich hier nicht nur eines der vier Naturparkzentren des Naturparks Rheinland, sondern auch das Glasmuseum Rheinbach.

Das Glasmuseum Rheinbach wurde 1968 gegründet und widmet sich speziell der historischen böhmischen Glasherstellung. Die Sammlungen des Rheinbacher Glasmuseums umfassen mitteleuropäische Glasprodukte aus der Zeit des Barock, des Biedermeier, des Historismus und des Jugendstils.

Vom Himmeroder Hof geht es zum Hexenturm, dem Bergfried der ehemaligen Rheinbacher Burg und heute dem Wahrzeichen von Rheinbach. Am Hexenturm halten wir uns rechts Richtung Stadtpark. Es geht entlang des Eulenbachs in den Rheinbacher Wald und zur Waldkapelle Rheinbach.

An der Waldkapelle Rheinbach hält sich die Feuerroute links und steuert den Tomberg (309m) an. Auf dem Gipfel stehen die Ruinen der im 15. Jahrhundert zerstörten Tomburg. Die Landschaft rund um den Gipfel ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und zeigt eine vielfältige Pflanzengesellschaft.

Unterhalb von Wormersdorf kreuzt die Feuerroute die Autobahn A 61 und leitet nach Meckenheim im Swisttal. Wir folgen der Swist ein kurzes Stück nach rechts und passieren dann die Autobahn A 565, um nach Adendorf zu gelangen.

Adendorf gehört zur Gemeinde Wachtberg im Drachenfelser Ländchen. Der Ort ist bekannt für traditionelles Töpferhandwerk. Die ersten Töpfer kamen im 18. Jahrhundert aus dem Westerwald nach Adendorf. Eine Aussichtsplattform bietet einen schönen Blick in die noch aktive Grube Erhard.

Durch Adendorf und vorbei an der katholischen St. Margaretha Kirche wandert man nordwärts bis kurz vor Vilip und hält sich dann nach Osten, um den Wachtberg (258m) zu erreichen. Vom Wachtberg genießt man einen feinen Blick auf das rechtsrheinische Siebengebirge.

Durch Berkum (Verwaltungssitz der Gemeinde Wachtberg) führt die Feuerroute weiter nach Kürrighoven und Oberbachem. Am Ostrand von Oberbachem erhebt sich der Dächelsberg, an dem rund hundert Jahre Basalt abgebaut wurde. Der 2015 errichtete Aussichtsturm Dächelsberg ermöglicht einen guten Überblick, den das Gelände selbst ist abgesperrt.

Die Feuerroute hält sich weiter ostwärts zum Rhein hin. Unterhalb von Niederbachem läuft man bis kurz vor den Rolandsbogen und knickt dann links ab, um den Rodderberg, den jüngsten Vulkan im Drachenfelser Ländchen, anzusteuern. Das Gelände am Rodderberg wurde bereits 1927 unter Naturschutz gestellt. Hier leben wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten, die sonst eher in Südeuropa vorkommen.

Im Krater des Rodderbergs steht heute der Broichhof am Standort einer mittelalterlichen Wasserburg. Das Herrenhaus des Broichhofs wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Heute ist der Broichhof bekannt als Reitanlage, auf der auch internationale Turniere stattfinden. Die Feuerroute endet hier an der Broichhofkapelle.

Bildnachweis: Von Patrick Ch. Apfeld [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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