Felsenweg 1: Von Schloss Weilerbach über die Hohllay nach Echternach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑645m  ↓645m
Felsenweg von Schloss Weilerbach durch die Luxemburger Schweiz

Der Naturwanderpark delux hat im Felsenland Südeifel sechs sogenannte Felsenwege markiert. Der erste von ihnen führt von Schloss Weilerbach über die Sauer zur Hohllay in der Kleinen Luxemburgischen Schweiz. Dann geht es weiter nach Echternach mit dem Denzelt und der St. Willibrord Basilika, bevor man über die Felsformation Schweineställe zurück wandert.

Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Felsenweg am Wanderparkplatz an der Kreisstraße K 19, die vom Sauertal hinauf nach Ferschweiler führt. Gleich zu Beginn statten wir dem barocken Schloss Weilerbach einen Besuch ab.

Schloss Weilerbach wurde 1770-80 von der Abtei Echternach als Sommerresidenz des Abts und zugleich als Verwaltungssitz für die Weilerbacher Eisenhütte erbaut. Während Schloss Weilerbach selbst privat genutzt wird, sind die Außenanlagen und die barocke Gartenanlage frei zugängig.

Hinter Schloss Weilerbach passiert man erst die Landstraße L 1, dann die Sauer und schließlich die Nationalstraße N 10 auf luxemburgischer Seite. Jetzt sind wir in der Kleinen Luxemburger Schweiz. Ihren Namen verdankt die Kleine Luxemburger Schweiz den Sandsteinfelsen, die vor allem durch die Sauer und die Schwarze Ernz freigelegt wurden und eine wild-bizarre Landschaft formten.

Durch die Luxemburger Schweiz wandert man westwärts, bis man zum Amphitheater Breechkaul kommt. Das Amphitheater wurde 1979 in einem für die Gewinnung von Mühlsteinen ausgehöhltem Felsen eingerichtet und ist seitdem im Sommer eine beliebte Location für Konzerte. Kurz hinter dem Amphitheater stößt man auf die Hohllay (Huel Lee). Aus dieser Höhle wurden früher die Mühlsteine für das Umland gebrochen.

Durchs enge Aesbachtal wandert man nun weiter in östliche Richtung, passiert das Labyrinth (mächtige Sandsteinfelsen, die wie ein überdimensionierter Irrgarten wirken) und erreicht nach einiger Strecke die Wolfsschlucht. Die Wolfsschlucht ist eine bis zu 50m steil abfallende, glatte Felsspalte, durch die sich ein Pfad windet. Früher zogen sich hierhin gerne Wölfe zurück.

Über den Aussichtspunkt Trooskneppchen erreicht man auf dem Felsenweg Echternach. Durch die Rue de la Gare spaziert man zum Marktplatz, wo der Denzelt steht. Der Denzelt ist eine alte Gerichtsstätte. Das heutige Gebäude entstand im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil. Heute tagen hier die Stadtväter im Sitzungssaal.

Echternach ist die älteste Stadt in Luxemburg und entstand rund um das 698 vom heiligen Willibrord gegründete Kloster. Im Stadtzentrum rund um die Basilika St. Willibrord sind noch zahlreiche Gebäude dieser späteren Reichsabtei Echternach erhalten.

In Echternach passiert man erneut die Sauer und wandert nun hinauf zur Liboriuskapelle und der Einsiedelei auf dem Ernzerberg. Die Einsiedelei ist über etliche in den Stein gehauene Stufen erreichbar und nicht nur wegen dem schönen Blick übers Sauertal hinüber nach Echternach sehr sehenswert.

Das letzte Wegstück führt nun durch die felsige Landschaft am Rande des Ferschweiler Plateaus wieder zurück zum Ziel. Unterwegs passiert man das Fölkenbachtal und auch die Schweineställe, eine 300 Meter lange und etwa 60 Meter breite Schlucht mit schmalem Ein- und Ausgang.

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