Essen-Burgaltendorf

Südlich der Ruhr liegt Burgaltendorf im Südosten von Essen. Seine Ursprünge liegen mit der Burg Altendorf sichtbar im Jahr 1180. Geprägt ist der Stadtteil durch die Burgruine, Wohngebiete und ein wenig Landwirtschaft. Besiedelt war die Region, den Funden wie einer Steinaxt nach, bereits vor 10.000 Jahren.

Burgaltendorf ist im Norden mit dem anderen Ruhrufer und dem Essener Stadtteil Horst über die Schwimmbrücke Holtey verbunden. Die erste Brücke auf Pontons wurde 1901 in Betrieb genommen. Da das Überqueren ohne Fahrzeug 5 Pfennig Maut kostete, wurde sie auch 5-Pfennig-Brücke genannt. Ihr zweiter Bau entstand 1982. Die 84m lange und 3m breite Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer. Flussaufwärtes verbindet die Schwimmbrücke Dahlhausen (frühere Bezeichnung Eggmannsche Schwimmbrücke) Burgaltendorf mit Dahlhausen. Diese Brücke ist für Fahrzeuge und Fußgänger.

Die Ruine der Burg Altendorf auf der Ruhrhalbinsel liegt 100m ü. NN und gilt als Beispiel einer Höhenwasserburg. Der Turm ist der größte erhaltene Wohnturm zwischen Rhein und Weser. Im romanischen Stil erbaut wurde Burg Altendorf in der Folgezeit mit Stilelementen der Gotik und Renaissance ausgebaut. Burg Altendorf, heute im Besitz der Stadt Essen, unterteilt sich in eine Vorburg und eine Kernburg. Die 55 x 50m große Vorburg ist von einer Ringmauer begrenzt. Rundtürme an den Ecken des trapezförmigen Grundrisses sind noch erkennbar sowie Reste von Wirtschaftsgebäuden und des Torhauses.

Von der Vorburg geht es über eine Stahlbrücke mit Holzbohlen zur Kernburg, die 29 x 30m misst und mit einer 5m hohen Ringmauer umgeben ist. Der stattliche Wohnturm hat noch eine Höhe von knapp 22m. Der Wohnturm mit fünf Geschossen ist sozusagen entkernt, die Zwischendecken nicht mehr sichtbar. Über eine neue Wendeltreppe gelangt man zu einer Aussichtsplattform. Die frei zugängliche Burg Altenburg wird den Besuchern über zehn Informationstafeln näher gebracht. Die Burg ist das Wahrzeichen Burgaltendorfs und wird gerne für Veranstaltungen genutzt, wie das Burgfest (in den ungeraden Jahren) oder den Mittelaltermarkt (in den geraden Jahren).

Schlendert man von der Burganlage die Alte Hauptstraße in Richtung Kupferdreh, findet sich dort die katholische Herz-Jesu-Kirche. Die dreischiffige Basilika im neuromanischen Stil wurde 1900 eingesegnet. Der Ruhrsandstein stammt aus Steinbrüchen in Niederwenigern, ehrenamtlich zusammengetragen von Bergleuten nach deren Schicht.