Erlebniswege Sieg Klosterdorfweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 3 km
Gehzeit o. Pause: 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑109m  ↓109m
Erlebniswege Sieg Markierung Beschilderung

Ein schöner, landschaftlich und kulturell attraktiver Spaziergang in der Naturregion Sieg erwartet uns mit dem Klosterdorfweg bei Hamm (Sieg). Start und Namensgeber für den Klosterdorfweg ist das ehemalige Franziskanerkloster Marienthal. Es geht einmal rund um das Klosterdorf Marienthal mit seiner Wallfahrtskirche und dem Klostergebäude.

Vom Wanderparkplatz aus führt ein gewundener Pfad zum Kreuzweg auf dem Kalvarienberg oberhalb des Klosters. Auf dem Weg dorthin bietet sich ein schöner Blick auf Kloster und Dorf Marienthal.

Wir wandern durch den stillen Wald und hören ab und an das Plätschern eines kleinen Bachs, bevor wir sanft bergab ins Tal der Marienthaler Bachs gehen. Hier trifft der Klosterdorfweg auf den Westerwaldsteig, den bekanntesten Fernwanderweg im Westerwald. Dann geht es zurück zum Kloster Marienthal. Das ehemalige Kloster beherbergt heute die Klostergastronomie Marienthal und eine Außenstelle des Standesamtes Hamm (Sieg).

Naturregion Sieg

Noch bevor 1666 das Kloster Marienthal gegründet wurde, war der Ort Ziel von Wallfahrern. Die Gründungslegende besagt, dass ein Hirte ein Bildnis der Muttergottes geschnitzt und an der Stelle aufgestellt haben, an der um 1460 die erste Kapelle errichtet wurde. Die älteste Erwähnung der Wallfahrtsstätte geht auf das Jahr 1428 zurück. Um 1460 ist das heute verehrte Gnadenbild entstanden.

Ihren Namen Marienthal erhielt die Kapelle 1489, als der Kölner Weihbischof Johann Spender einen neuen Altar in der Pilgerkapelle einweihte. Weil die Kapelle zu klein wurde, wurde bis 1503 eine dreischiffige gotische Kirche errichtet. Spätestens damals entstand im Zusammenhang mit den Wallfahrten auch ein Jahrmarkt.

Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses wurde Kloster Marienthal 1803 säkularisiert. 1815 kam es in preußischen Besitz. Seit 1853 gehören die Gebäude dem Erzbischöflichen Stuhl zu Köln. Von 1982-2014 wurde vom Erzbistum die Bildungsstätte „Haus Marienthal“ betrieben. 2015 konnte man einen Pächter für das Haus gewinnen, der nun die Klostergastronomie Marienthal betreibt.

Marienthal ist weiterhin ein Wallfahrtsort. Die Hauptzeiten der Wallfahrt sind von Mai bis zur ersten Oktoberhälfte. Das Hochfest mit Lichterprozession findet am ersten Samstag nach dem 15. September, dem Tag des Gedächtnisses der Schmerzen Mariens, statt.

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