Erfurtshausen

Südlichster und zugleich mit rund 600 Einwohnern kleinster Stadtteil Amöneburgs ist Erfurtshausen. Es wurde bereits im Jahre 843 erstmalig urkundlich erwähnt und gehörte schon damals zum kurmainzischen Amt Amöneburg. Erfurtshausen ist für den Besucher ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in die angrenzenden Wälder, bei denen sich immer wieder gute Aussichten in das Amöneburger Becken öffnen.

Der Katholizismus ist in Erfurtshausen tief verwurzelt. So findet man drei unter Denkmalschutz stehende steinerne Bildstöcke an den südlichen und westlichen Ortsausgängen, die beispielsweise das Ölbergbild oder die Geißelung Christi als Relief zeigen. Am östlichen Ortsausgang steht außerdem ein großes Kruzifix, das auf einem reliefverzierten Sockel mit einer Darstellung aus dem alten Testament ruht.

Im Zentrum von Erfurtshausen befindet sich die katholische St. Michael Kirche, die 1852 geweiht wurde. Das Kirchenschiff wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbaut. Weitaus älter sind die Kanzel und der barocke Seitenaltar, sie stammen noch aus den Jahren um 1700. Der Kirchturm hat einen quadratischen Grundriss und ein kleines, flachgeneigtes Dach mit einem einfachen Kreuz. Herzstück der Kirche ist das große Chorfenster. Es symbolisiert in besonderer Weise Verbindung zwischen Gott und Gemeinde.

Erfurtshausen ist überregional bekannt durch den Erfurtshäuser Ostereiermarkt, der als ältester deutscher Ostereiermarkt gilt, seit 1980 ausgerichtet wird und mittlerweile so viele Besucher am Wochenende vor Ostern anzieht, dass die Veranstaltung ins benachbarte Mardorf umziehen musste.