Entdeckerschleife Panoramaweg Haus Unterbach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑97m  ↓97m
Entdeckerschleife Panoramaweg Haus Unterbach Wegzeichen Markierung

Das Neanderland, das ist das Gebiet des nordrhein-westfälischen Kreises Mettmann. Der eignet sich nicht nur zum Wohnen, sondern auch zum Wandern, weshalb mit dem Neanderlandsteig ein großer Fernwanderweg eingerichtet wurde. Der Neanderlandsteig wiederum wird vor Ort durch Rundwanderwege ergänzt – die sogenannten Entdeckerschleifen.

Eine dieser Entdeckerschleifen führt uns von Erkrath an den Rand von Düsseldorf. Als Panoramaweg ausgewiesen erwarten uns weite Blicke ins Niederbergische Land. Startpunkt des Panoramawegs in Erkrath ist der Bahnhof Erkrath. Hier verkehrt die Linie S 8 der S-Bahn Rhein-Ruhr, die von Hagen über Gevelsberg, Schwelm und Wuppertal nach Düsseldorf und über den Rhein nach Neuss und Mönchengladbach fährt.

Wir wandern los in südliche Richtung, kreuzen nach einiger Zeit den Römerweg und wechseln hier von Erkrath auf Düsseldorfer Grund. Ziel ist Haus Unterbach. Man schätzt, dass Haus Unterbach auf eine Gründung aus der Zeit der Karolinger zurückgeht. Die Niederungsburg mit Rundturm, Torturm, Gerichtsturm, Herrenhaus und einem schönen Parkgelände wurde vermutlich zum Schutz gegen die Ungarn errichtet.

Von der mittelalterlichen Bausubstanz haben sich drei Türme und Teile der Umfassungsmauer erhalten. Das langgestreckte Herrenhaus geht auf die Bauzeit des 19. Jahrhunderts zurück, wobei neuste Untersuchungen ergaben, dass es aufgrund der Fachwerkkonstruktion älter sein muss. Der Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe (1755-1886), der auch den Hofgarten in Düsseldorf entwarf, war der Planer des Englischen Gartens um Haus Unterbach. Der 4ha große Landschaftsgarten wurde 1830 angelegt.

Die Entdeckerschleife führt uns weiter nach Unterfeldhaus und zur A 3. Hier treffen wir auf das Naturschutzzentrum Bruchhausen, eine Naturschutzeinrichtung mit zahlreichen pädagogischen Angeboten aus dem Bereich Natur- und Umweltbildung.

Wenn wir die A 3 zum zweiten Mal gekreuzt haben, kommen wir langsam wieder hinein nach Erkrath. Wir gehen vorbei am Friedhof Erkrath zur katholischen Pfarrkirche St. Johannes. Die prägt allein durch ihre Größe wesentlich das Stadtbild von Erkrath. Vorbei an der evangelischen Kirche machen wir noch einen letzten Schlenker durch den Bavierpark und sind dann zurück am Bahnhof Erkrath.

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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