Entdeckerschleife Baumberger Aue (Urdenbacher Kämpe)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑62m  ↓62m
Entdeckerschleife Baumberger Aue Wegzeichen Beschilderung

Die Entdeckerschleifen entlang des Neanderlandsteigs im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann sind meistens sehr attraktiv, und das gilt für diese Tour ganz besonders. Wir erkunden die Baumberger Aue, die vor allem Düsseldorfern auch unter dem Namen Urdenbacher Kämpe kennen. Das liegt daran, dass das Naturschutzgebiet direkt am Rhein sich über die Gemarkung von Baumberg (zu Monheim) und Urdenbach (zu Düsseldorf) zieht.

Wir starten in Baumberg an der katholischen St. Dionysius Kirche, die auf eine Kapelle des 12. Jahrhunderts zurückgeht. Der romanische Kirchturm hat die Neubauten der Kirche überstanden und stammt aus der Zeit um 1230. Das jetzige Kirchenschiff wurde 1960 gebaut. Bis in das 20. Jahrhundert war Baumberg ein Dorf, das von Rheinfischerei, Landwirtschaft, Ziegenzucht und althergebrachtem Handwerk wie der Korbflechterei lebte.

Von der Kirche aus spazieren wir gemütlich an den Rhein und treffen hier auf den Neanderlandsteig. Schon nach wenigen Metern kommen wir zum 2019 eröffneten Aalfischerei-Museum, das in dem Aalschokker Fiat Voluntas untergebracht ist. Der Aalschokker wurde 1937 gebaut und jetzt wieder schmuck herausgeputzt. Die äußere Ausstellungsplattform ist rund um die Uhr zugänglich. Von hier man einen schönen Blick über den Rhein.

Vorbei am Campingplatz Rheinblick wandern wir weiter zum Haus Bürgel in der Baumberger Aue / Urdenbacher Kämpe. Erstmalig erwähnt wurde Haus Bürgel 1019 als Rest eines spätrömischen Kastells aus dem 4. Jahrhundert. Heute befindet sich im Haus Bürgel die biologische Station für das Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe. Als die NRW-Stiftung Haus Bürgel erworben hat, wurde 2003 im Eckturm ein archäologisches Museum eingerichtet. Bereichert wird die Museumslandschaft durch einen historischen Nutzgarten und eine Kaltblüterzucht.

Wir wandern nun zum Garather Mühlenbach, der hier in einem alten Rheinbett fließt. Entlang alter Kopfweiden, deren Höhlen dem seltenen Steinkauz Unterschlupf gewähren, wandern wir wieder zurück nach Baumberg. Auf der Hauptstraße nehmen wir dann die letzten Meter zurück zur Dionysius-Kirche.

Bildnachweis: Von Lydia A. [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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