Endlichhofen

In Endlichhofen steht laut Fachliteratur eine der schönsten Eichen Deutschlands, die Dicke Eiche, heute Naturdenkmal, Wahrzeichen und Wappensymbol des kleinen Orts im Hintertaunus. Die Dicke Eiche steht am Ortsrand von Endlichhofen, direkt an der Kreisstraße K 80. Sie gehört zur Gattung Stieleiche (Quercus pendunculata), ist ca. 25m hoch und hat einen Stammumfang von stolzen 6,78m bei einem Durchmesser von 2,26m. Die Dicke Eiche wurde während der Reformationszeit gepflanzt; man schätzt ihr Alter auf 400 bis 450 Jahre.

Endlichhofen wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts nassauischer Besitz und gehörte zum sogenannten Vierherrischen auf dem Einrich, einem Gebiet, das vier Landgrafen aus den Häusern Nassau und Katzenelnbogen unterstand. 1778 wurde Endlichhofen mit Nassau-Weilburg und dem Amt Miehlen „Zweiherrisch“, ging später an das Amt Nassau und wurde 1816 innerhalb des neuen Herzogtums Nassau dem Amt Nastätten zugeordnet.

Neben der Dicken Eiche hat Endlichhofen noch einige weitere Sehenswürdigkeiten vorzuweisen: In der Miehlener Straße liegen eine Reihe von denkmalgeschützten Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Dort gibt es auch einen Pumpbrunnen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, der an die Zeit erinnert, bevor es Leitungswasser gab.