Eifelspur Heideheimat (Sistig-Krekeler Heide)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 26 Min.
Höhenmeter ca. ↑223m  ↓223m
Eifelspur Heideheimat bei Kall Wegzeichen Markierung Beschilderung

Eine der 18 „Eifelspuren“, die Heideheimat, zieht uns heute in ihren Bann, ganz besonders dann, wenn das nahende Frühjahr erste zarte Knospen zeigt. Die Sistig-Krekeler Heide mit ihrer besonders reichhaltigen Pflanzen- und Tiergesellschaft vermag in der Nordeifel zu begeistern. I-Tüpfelchen ist das Kloster Steinfeld, über der Urft und südlich von Kall, am Start und Ziel. Auch lernen wir das Naturschutzgebiet Kuttenbachtal kennen.

Die Geschichte des bemerkenswerten Kloster Steinfeld beginnt zum 920. Aus über 900 Jahren lassen sich Spuren der Historie und Schätze finden, denn das Kloster Steinfeld, auch Etappenziel am Eifelsteig, war von Zerstörung oder Niedergang verschont, ausgenommen die Zeit der Säkularisierung. 1923 übernahmen die Salvatorianer das Kloster und bewahrten es vor dem Verfall.

Die Klostergebäude um die Höfe stammen aus dem 17./18. Jahrhundert. Mit dem Bau der herausragenden Abteikirche wurde 1142 begonnen. Die hochromanische Pfeilerbasilika ist im Inneren von wunderbaren alten Fresken geziert, das älteste von 1170 ist in der Ursulakapelle und zeigt Jesus, lebendig umgeben von Engeln und Tieren, Symbolen und Jungfrauen in langen Gewändern. Chorgestühl, Orgel von Balthasar König aus Bad Münstereifel, der Kreuzgang – alles lohnt eine Betrachtung. Beim Kloster ist das Gymnasium Hermann-Joseph-Kolleg. Klostergarten, Klosterladen und Café ergänzen die Klosteranlage.

Wir brauchen von hier aus rund 1,3km bis sich die Runde öffnet und wir den Kuttenbach queren. Wald, Wiesen, Felder, das Örtchen Steinfelderheistert, passieren wir auf dem Weg aufwärts. Durch vorwiegend offene Landschaft erreichen wir Sendeanlagen Auf der Heide und kommen ins Naturschutzgebiet Sistig-Krekeler-Heide.

Auf der Sistig-Krekeler Heide grünt und blüht es in den unterschiedlichsten Farben. Kreuzblümchen, Waldhyazinthe, der Waldstorchschnabel, Knabenkraut und anderes, von dem man nicht mal wusste, das es sowas gibt. Es schwirrt und summt, Borstgrasrasen mit Arnika und kleine Flachmoore sorgen für weitere Bewohner. In diesem Areal wird nicht gedüngt und nur im Juli gemäht, wenn die Samen der Frühblüher sich verteilen können.

Wir wandern einen Bogen an den Kuttenbach und zu einem seiner Zuflüsschen und mit dem Kuttenbach durch Diefenbach. Von dort mit der Kuttenbach-Aue zurück, am Klostergut vorbei zum Kloster der Salvatorianer zu Steinfeld.

Bildnachweis: Von Rehadoc [CC BY-SA 4.0] via GPS Wanderatlas

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