Eifelschleife Kylltal (ab Kronenburger Stausee)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑138m  ↓138m
Eifelschleife Kylltal Wegzeichen Markierung Beschilderung

Das wird eine wunderbar kurzweilige Runde durch das Kylltal mit der Stauanlage Kronenburger See als Start/Ziel, dem Naturschutzgebiet Kyllaue, mit dem Flussauf durch die Auenlandschaft an den Hängen des Kylltals. Zweites Naturschutzgebiet an der Runde ist Honertseifen und Heinborn.

Die Kyll hat ihre Quelle im Zitterwald an der Deutsch-Belgischen Grenze, kommt auf fast 128km und mündet nahe Tier-Ehrang in die Mosel. Wir sind an der noch jungen Kyll, das Y darin wird übrigens wie ein I gesprochen. Der Startparkplatz liegt zwischen der Kyll und der St.-Vither-Straße (B421). Wir sind hier auch gleich am Staubauwerk des Kronenburger Sees.

Der Kronenburger See, auch genannt Kylltalsperre, hat bei Vollstau eine Fläche von 27ha. Von 1973-79 wurde er zwecks Hochwasserrückhaltung angelegt. Der Erddamm kommt auf 19m Höhe und 325m Länge. Nicht nur Wasserregelung liegt ihm, sondern auch Entspannung, denn es gibt hier einige Freizeitmöglichkeiten.

Wir wandern im Uhrzeigersinn und sind erstmal mit dem Lauf der Kyll unterwegs. Dabei kommen wir über eine schöne Steinbogenbrücke mit der St. Brigida Kapelle in Kronenburgerhütte. Sie folgt dem Stil des Barocks und wurde 1736 errichtet. Der Glockenturm kam 1901 hinzu.

Mit der Kyll in Begleitung streifen wir durch das rund 26ha messende Naturschutzgebiet Kyllaue und genießen die Artenvielfalt. Je nach Jahreszeit und botanischen Kenntnissen entdecken sich Schlüsselblumen, Johanniskraut, Hahnenfußgewächse oder Sumpfdotterblumen. Wir sehen oder hören Wasseramseln oder Eisvögel. Auch auf größere Tiere kann man treffen, Pferde, Kühe oder Ziegen.

Dort wo der Kerschenbach zufließt macht die Wanderung eine Biegung gen Süden, wir passieren den Lauf der 2003 stillgelegten Vennquerbahn, wandern durch Wiesen und teils Wald und dessen Rand ansteigend. Dann streifen wir das Naturschutzgebiet Honertseifen und Heinborn (ca. 38ha). Hier wird das beweidete Tal geschützt mit Fett- und Magerweiden, nebst einem Waldstreifen mit Erlen, Eichen und Buchen beispielsweise.

Durch die Wiesen wandern wir talwärts und kommen in Kronenburgerhütte wieder aus. Jetzt kann man sich am Kronenburger See tummeln oder macht noch eine Visite in Kronenburg, auf der anderen Seite der B421. Von der einstigen Kronenburg sind Mauerreste erhalten, kann von dort die Aussicht über den Ort und sein mittelalterliches Flair genießen und sich die Pfarrkirche St. Johannes, 1508 geweiht, anschauen.

Bildnachweis: Von Wolkenkratzer [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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