Eifelschleife Fuchshöhle (zum Aussichtsturm Eifelblick)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑433m  ↓433m
Eifelschleife Fuchshöhle Wegzeichen Markierung Beschilderung

Zwei Naturschutzgebiete werden wir nördlich von Marmagen am 6,6km langen Urftzufluss Gillesbach kennenlernen: drei Teile des Naturschutzgebiets Urfttal mit Seitentälern nördlich und westlich von Nettersheim und vier Teile des Naturschutzgebiets Auen und Hänge an Urft und Gillesbach.

Auf den Spuren von Reineke Fuchs“, ist die Runde überschrieben, die uns durch die Wiesen, Feldflure und Wälder bringt. Herr Fuchs allerdings, wird sich vermutlich nicht religiös oder kulturell in Marmagen mit der Kirche St. Laurentius, Gustave Eiffel oder der Alten Burg beschäftigt haben. Vielleicht hatte er die Eifelblicke Königsberg und Mühlenberg mit Turm sowie die Fuchshöhle auf dem Plan.

Im Ortskern von Marmagen starten wir am Eiffel-Denkmal zum Andenken an die Vorfahren von Gustave Eiffel, der Generationen später als Eiffelturmerbauer Geschichte schrieb. Wir wandern nach Norden aus dem Ort heraus, genießen Feldflur mit Blumenwiesen und Rinderweiden, Durchstreifen im Auf und Ab die genannten Naturschutzgebiete nebst Wäldchen. 

Nach rund 6,1km sind wir mit den Wanderern auf dem Eifelsteig am Eifelblick Königsberg auf rund 500m, von Mischwald umgeben und durch Panoramatafel informiert.

Auf der anderen Seite des Gillesbachtals erhebt sich das Kloster Steinfeld, eine Abtei aus dem 12. Jahrhundert, die als eine der besterhaltenen Klosteranlagen im Rheinland gilt. Seit 1923 führen die Salvatorianer das Kloster Steinfeld.

Wir wandern abwärts zur Hallenthaler Mühle, queren dabei zweimal den Gillesbach und kommen auf den Mühlenberg hinauf, wo ein barrierefreier Landschaftspfad angelegt ist und es einen wunderbaren Rundumblick über die Hügellandschaft der Nordeifel gibt. Auf dem Mühlenberg (547m) erklimmen wir den 14m hohe Aussichtsturm Eifelblick mit schöner Sicht über die Hügellandschaft und auf Marmagen. Der Turm steht auf dem frei zugänglichen Gelände der Eifelhöhen-Klinik.

Alsbald, zurück im Wald, wandern wir zur versteckt gelegenen Fuchshöhle. Sie ist Ergebnis von Silbererz-Versuchsgrabungen des 18. Jahrhunderts. Wir sehen ein Loch im Dolomitkalkgestein. Ein 6m tiefer Erdgang verbindet zwei unterirdische Kammern. Es ist kein Fluchtweg aus der Burg, wie sagenhafterweise schon mal erzählt wird.

In einem Bogen gen Süden und mit Abbiegen nach Osten, gelangen wir ins Zentrum von Marmagen und dort an der kleinen (privaten) Burg Marmagen, mit Wurzeln im 13. Jahrhundert, vorbei, die in den letzten Jahren gepflegt renoviert wurde.

Schließlich sehen wir die Kirche St. Laurentius, die ein unbekannter Ritter 955 zum Dank an seine Rettung aus der Schlacht auf dem Lechfeld gestiftet haben soll. In den 1950er Jahren erhielt die Kirche eine moderne Umgestaltung, die eine nähere Auseinandersetzung wert ist.

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