Eckendorf (Grafschaft)

Eckendorf trifft es ganz gut. Das Dorf im Grafschafter Ländchen liegt exakt in der Ecke, die die Grenze von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zeichnet. Jenseits der Landesgrenze beginnt das Drachenfelser Ländchen. Auf dem Weg dorthin ist das Swisttal auf rund zweieinhalb Kilometer seit 1981 als Naturschutzgebiet Swistbachaue ausgewiesen. Die Swist mäandert hier naturnah durch die feuchten Wiesen.

Im Naturschutzgebiet Swistbachaue brüten eine Reihe von seltenen Vögeln wie zum Beispiel Pirol, Schwarz- und Braunkehlchen, Gelbspötter und Turteltaube. Nahrungsgäste sind unter anderem Eisvogel, Graureiher und Weißstorch, außerdem Greifvögel wie Sperber und Habicht, Schleiereule und Steinkauz. Diese ernähren sich u.a. von Wasserspitzmaus, Kurzohrmaus und Bisamratte. Auch der Feldhase ist in der Swistbachaue heimisch, ebenso Ringelnatter und Gelbbauchunke.

Eckendorf ist ein sehr beschaulicher Ort, so wie man sich einen Eifelort vorstellt, der übrigens erst 1936 offizielle Straßennamen erhielt. Vorher waren die Häuser durchgezählt. In Eckendorf kann man noch Hofanlagen aus dem 18. und 19. Jahrhundert betrachten. Die katholische Kirche St. Cosmas und Damian ist ein Backsteinsaalbau aus dem Jahr 1893. Das Pfarrhaus wurde 1855-57 erbaut.