Durchs Kuckanstal auf den Ravensberg und zum Wiesenbeker Teich


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 48 Min.
Höhenmeter ca. ↑690m  ↓690m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwei Bäderstädte verbindet diese Wanderung: Bad Lauterberg nordwestlich und Bad Sachsa südöstlich. Dazwischen erleben wir den Abwechslungsreichtum der Harzer Natur mit dem Hausberg von Bad Sachsa, dem Ravensberg (659m), und mit dem Wiesenbeker Teich, einem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserregal.

Start ist westlich in Bad Sachsa der Parkplatz in der Talstraße, nahe einem Bächlein wo wir auf den Weg Salztal einbiegen. An einer Wanderwegekreuzung nehmen wir den Lieselstieg und biegen dann nach rechts in den Liesels Hangweg. Die Wanderung durch den Wald führt uns zum Kleinen und Großen Sandkopf und der Liesels Hangweg ins Kuckanstal.

Das Kuckanstal mit seinen schroffen Felsklippen entstand aus erkalteter Lava des Ravensbergs. Wir sehen einige interessante Felsen und Vegetationen mit Farnen und Moosen und spüren das besondere Klima von kühlfeuchter Luft, die zwischen den geologischen Formationen der Jahrmillionen weht. Fichten und Feuersalamander fühlen sich hier auch wohl.

Vor der Kantorhütte biegen wir scharf rechts ein in den Kuckanstalweg und kurz drauf nach links in den Ede-Baller-Weg. Wir kommen an einer Aussichtskanzel vorbei und dem Jägerfleck, wandern in kleinen Serpentinen hinunter auf die Kantorwiese. Bei der Ostraeiche verlassen wir die Wiese, wandern leicht bergauf, kommen an eine Wegekreuzung an der Webersbank und entscheiden uns für den Himbeerweg, auf dem wir den Großen Sandkopf umrunden.

Immer weiter geht es hinauf zum Ravensberg, wobei diese Runde an seinen Sehenswürdigkeiten wie dem 64m hohen Ravensbergturm vorbeiführt. Wir können aber einen Abstecher machen für eine Rast am Berghof Ravensberg. Von dort hat man Aussichten zum Brocken (1.141m) oder zum Stöberhai (720m).

Ohne Abstecher folgen wir dem Weg 29B, der den Steinaer Bach kreuzt. Wir kommen über die Weser-Elbe-Wasserscheide Hohe Tür mit Stempelstelle der Harzer Wandernadel und hinunter an den Wiesenbeker Teich.

Der Wiesenbeker Teich wurde 1715 zur Aufschlagwasserversorgung des Kupferbergwerks Aufrichtigkeit angelegt, weshalb er auch Aufrichtigkeiter-Teich hieß. Anschließend versorgte er die Hochofenanlage einer Gießerei und Drahtzieherei der Lauterberger Königshütte. Seit auch diese Ära vorbei ist, genießt er seinen Ruhestand, mit Badenden, Anglern und Menschen, die auch ihn genießen. Am Wiesenbeker Teich ist ein Campingplatz und die Dombrowskys Baude zur Einkehr. 

Wir halten uns gen Südwesten, durchwandern Wald und kommen auf den Harz-Eichsfeld-Thüringen-Weg, der uns am Fledermausstollen vorbei durch das Eulental nach Steina führt. In Steina ist ein Glasmuseum, das die Waldglashüttenzeit des 16./17. Jahrhunderts veranschaulicht sowie die evangelische Katharinenkirche, die Steina fließt auch hier lang. Wir machen einen kleinen Waldbogen und sind am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von TerraX_Bln [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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