Durchs Beutental zum Wäscherschloss (Schwäbische Alb)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑377m  ↓377m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Mit mehrfachem Auf und Ab wandern wir zwischen Wäschenbeuren und der B29 mit dem Beutenbach durch das Beutental, das bisweilen gar als verschlafen geschildert wird. Riedweg, Manzentalweg, Kohlbronnenweg, Beutenhof, Beutenmühle, Lindenbronn, Wäscherschloss, Wäscherhof mit Kapelle, Felder, Wiesen, Wald und lose Bebauung – alles, was eine Wanderung kurzweilig macht, reiht sich aneinander.

Am östlichen Rand von Wäschenbeuren, das 10km nördlich der Kreisstadt Göppingen ist, geht’s beim Parkplatz an der Wäscherhofstraße los. Äcker und Wiesen liegen am Riedweg, wir treffen die Beutentalstraße, sind dazwischen auf dem Manzentalweg, queren den rund 6km langen Beutenbach, der südlich von uns seine Quelle hat und nördlich, auf der anderen Seite der B29, in die Rems mündet. Es geht munter rauf und runter, überwiegend mit dem Bach hinab, der ist übrigens dann links von uns, die wir von Bäumen beschattet sind.

Am Bach gibt’s das Waldcafé im Beutental. Das Sträßchen, auf das wir dann auch stoßen, führt dort vorbei. Auf dem Kohlbronnenweg kommen wir dem Beutenbach recht nah, ebenso den Verkehrswegen und Beutenmühle. Nach rund 5,2km sind wir an der tiefsten Stelle der Wanderung und an der nördlichsten, queren den Beutenbach und wandern von rund 307m bis auf 444m innerhalb der nächsten 1,1km. In der Nähe ist der Golfclub Hetzenhof.

Dann wandern wir abwärts nach Beutenhof (Lorch) im Beutental sowie an Beutenmühle längs, jetzt an der anderen Seite. Und wieder auf: mit Wald und kultivierter Landschaft steifen wir Lindenbronn, wandern wieder runter und könnten ins Waldcafé. Knapp 1,5km trennen uns vom Wäscherschloss.

Das Wäscherschloss trägt noch mehrere Namensalternativen: Wäscherburg, Schloss Wäscherburg, Wäscherschlössle. Zum Namen trug eine Legende bei. Kaiser Barbarossa soll hier gerastet und sich in eine Wäscherin verguckt haben. Das stimmt aber wohl nicht, sondern der Name hinge mit dem Ritter Konrad der Wascher zusammen. Am Ort ist auch eine Stauferstele, denn die Burg wird als ein Ursprung der Staufer gehandelt.

Die Burg wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut. Sie steht 436m hoch über dem Beutental und hat freie Sicht zum Hohenstaufen, den 684m hohen Zeugenberg bei Göppingen. Der Burgeingang ähnelt einem Bunker. Das Schlössle kann besichtigt werden (Eintritt). Kostenfrei ist die formidable Aussicht: in südlicher Richtung zum „Kaiserberg“, dem Hohenstaufen (684m). Die beiden anderen der Dreikaiserberge, Rechberg (707m) und östlich der Stuifen (757m) sind auch zu entdecken. Jetzt wandern wir durch Wäscherhof mit einem Gasthof gegenüber einem kleinen Teich und einer Kapelle. Kurz drauf sind wir am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von pippo-b [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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