Rundtour zur Spielburg Hohenstaufen (Göppingen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑232m  ↓232m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hohenstaufen ist ein nördlich gelegener Stadtteil von Göppingen am Südhang des Bergs Hohenstaufen, einem 684m hoher Zeugenberg, der weithin sichtbar das Landschaftsbild prägt. Hier sind Reste der einstigen Stammburg des Adelsgeschlechts der Staufer mit der Burg Hohenstaufen.

An die Zeit der Staufer erinnert die Stauferstele aus Marmor. Auf unserer Wanderung kommen wir auch zur Spielburg, eine abgerutschte Kalkstein-Felsengruppe, in deren Nähe wir in die Runde einsteigen, westlich vom Ort Hohenstaufen, beim Parkplatz am Ende des Spielburgwegs.

Erstes Ziel ist die Felsengruppe Spielburg, die auch Naturschutzgebiet ist. Unter Schutz steht die Biotopvielfalt mit Felsen, Kalkmagerrasen, Blockhalden, Gehölzen und Streuobstwiesen. Die naturräumliche Vielfalt legt sich zu unseren Füßen und wir biegen in den Haidweg ein. Der führt uns leicht abwärts und durch Wald. Nach etwa 2,5km wandern wir mit Wald und Wiesen wieder in Richtung Hohenstaufen.

Nahe der Spielburg ist das neue Ziel der 684m hohe Hohenstaufen. Wenn wir die Serpentinen genommen haben, begrüßt uns als erstes die Stauferstele, aufgestellt 2002. Sie zeigt sich achtseitig und ist aus apulischem Marmor. Die Stauferstelen folgen einem Konzept. Die Stauferfreunde setzen sich dafür ein, dass an geschichtsträchtigen Staufer-Orten Orten diese Stelen aufgestellt werden. Bislang gibt es 20, verteilt über Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland.

Der Stammsitz der Staufer, die Burg Hohenstaufen, entstand zwischen 1050 und 1079. Stauf ist übrigens die Bezeichnung für ein Trinkgefäß, stellt man das auf den Kopf, hat man die Kegelform vom Berg Hohenstaufen. Von der Burg haben sich einige Mauerreste erhalten. Wir gehen ins Städtchen hinunter und sehen die evangelische Kirche mit der gegenüberliegenden Barbarossakirche St. Jakobus aus dem 15. Jahrhundert.

Wir können das Thema der Staufer im Dokumentationszentrum für Staufische Geschichte vertiefen. Am Anfang wurde geschickt geheiratet, Frauen mit Geld und Titel, Ländereien und Machtbereiche konnten sich ausdehnen. Die Staufer gründeten Universitäten und Städte und regelten das Zusammenleben, von oben nach unten. Es wurde gekämpft, lanciert und durch Lehenswesen strukturiert. Auf die Stauferzeit geht auch das Medizinwesen mit Arzt/Apotheke und festgelegte Arzneimittelpreise zurück - und schon sind wir in der Gegenwart. Bis zu unserem Ausgangsort sind es noch 800m, die wir durch Hohenstaufen schlendern. Der Ort wurde übrigens 1206 erstmals genannt und geht auf den Wirtschaftshof der Burg zurück.

Bildnachweis: Von Pwagenblast - Eigenes Werk CC BY-SA 3.0, Link

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