Löwenpfad Staufer-Runde (vom Wäscherschloss zum Hohenstaufen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑323m  ↓323m
Löwenpfad Staufer-Runde Markierung Beschilderung

Die Staufer waren ein Adelsgeschlecht, aus dem vom 11. bis zum 13. Jahrhundert mehrere schwäbische Herzöge und römisch-deutsche Könige und Kaiser stammten. Der nicht zeitgenössische Name Staufer leitet sich von der Burg Hohenstaufen bei Göppingen am Nordrand der Schwäbischen Alb ab. Der bekannteste Herrscher der Staufer war Friedrich I. Barbarossa.

Der Löwenpfad Staufer-Runde zwischen Göppingen und Wäschenbeuren verbindet in eindrucksvoller Weise zwei historische Stauferstätten: die Ruine Hohenstaufen und das Wäscherschloss. Auf dem vom Deutschen Wanderverband zertifizierten Rundwanderweg wird man immer wieder von atemberaubenden Ausblicken, schönen Fluss- und Waldtälern sowie den Zeitspuren der Staufer überrascht.

Wanderwegbeschreibung für die Staufer-Runde

Wir starten die Rundtour auf dem Löwenpfad am Wäscherschloss, auch Schloss Wäscherburg genannt. Die Burg entstand im 13. Jahrhundert vermutlich als Burg für die Dienstmannen der Staufer. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg schlossartig erweitert. 2014 wurde auf dem Plateau vor dem Burgeingang eine Stauferstele eingeweiht, die an die Rolle der Wäscherburg in der Stauferzeit erinnert und die sechsundzwanzigste ihrer Art ist.

Wir wandern los, kreuzen das Beutenbachtal und kommen dann nach Maitis. Maitis verfügt mit der St. Leonhard Kapelle über ein Kleinod. Die Kapelle wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet, wobei Teile davon noch im Chor der heutigen Kirche erhalten sind. Das jetzige Kirchenschiff entstand 1464 als seitlicher Anbau an die Kapelle.

Hinter Maitis beginnt der Aufstieg hinauf auf den Hohenstaufen (684m). Auf dem Hohenstaufen befinden sich die Ruinen der Stammburg des Adelsgeschlechts der Staufer, die ehemalige Burg Hohenstaufen. Burg Hohenstaufen wurde um 1070 erbaut und im Bauernkrieg 1525 zerstört. Danach bediente man sich der Ruinen im Sinne eines komfortablen Steinbruchs und trug die Ruinen immer weiter ab. Seit dem 2002 steht auf dem Hohenstaufen zur Erinnerung an die Stauferzeit eine Stauferstele.

Vom Hohenstaufen steigen wir hinab in den Ort Hohenstaufen. Hier steht die Barbarossakirche, die wohl Ende des 15. Jahrhunderts gebaut wurde. Im Innenraum befand sich eine Wandmalerei mit einem Bildnis Friedrich Barbarossas und Versbeischriften, die auf eine zugemauerte Pforte an der Nordwand aufgemalt war.

Jetzt wandern wir hinauf zu den markanten Felsformationen der Spielburg und genießen hier die schönen Aussichten. Dann geht es vorbei an Wäschenbeuren zurück zum Wäscherschloss.

Bildnachweis: Von Harke [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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