Linsenholzsee, Spielburg, Hohenstaufen: Kaiser-Barbarossa-Rundweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑452m  ↓452m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hohenstaufen ist ein nördlich gelegener Stadtteil von Göppingen, liegt am Südhang des Bergs Hohenstaufen, einem 684m hoher Zeugenberg, der weithin sichtbar das Landschaftsbild prägt. Der Hohenstaufen ist einer der „Drei Kaiserberge“, oben sind Reste der einstigen Stammburg des Adelsgeschlechts der Staufer. Die Spielburg ist allerdings keine Burg, sondern eine geschützte Felsengruppe auf der Schwäbischen Alb.

Auf der Barbarossa-Runde mit Start an der Reichsdorfstraße (L1075) und Schottengasse geht’s abwärts nach Ottenbach, über das Immenreich zum Linsenholzsee, über Hohrein, um die Spielburg im Uhrzeigersinn und mit schönen Aussichten über das Filstal und die Schwäbische Alb. Wir halten uns gen Osten und folgen der Ottenbacher Straße, kommen durch ein Waldstück nach Ottendorf durch das Tal der Liebe.

Umrahmt von den drei Kaiserbergen Hohenstaufen, Stuifen und Rechberg liegt Ottenbach im oberen Tal der Krumm reizvoll umgeben von grünen Berghängen und einer etlichen umliegenden Gehöften. Die Pfarrei Ottenbach wurde bereits 1275 genannt. Um 1700 wurde sie unter das Patronat des heiligen Sebastian gestellt. Die Kirche St. Sebastian erhielt Neu- und Anbauten.

Wir kommen über den Friedhof auf den Braunweg zum Feldkreuz im Gewann Birkenfeld. Durch Wiesen und Wälder wandern wir über das sogenannte Immenreich und kommen nach rund 6,5km zum Wannenhof mit dem Waldcafé, wo man einkehren kann.

Mit dem Sträßchen Wannenhof geht’s dann zur L1075, die wir queren und auf dem Linsenholzweg zum Linsenholzsee gelangen, der ein wenig verwunschen im Oberholz zur Beschaulichkeit einlädt. Der Linsenholzsee ist mit dem Meerbach verbunden, der dem Marbach zufließt, der wiederum in die Fils mündet.

Wir queren den Meerbach nach dem Weg durch den Wald nach Hohrein. Von dort nehmen wir eine Steigung mit offener Landschaft durch den Heidewald und per Haidweg mit Waldrand und Wiesen zur Spielburg, wo man einen herrlichen Rundumblick über das Filstal bis hin zur Schwäbischen Alb genießen kann. Die Felsengruppe Spielburg steht auch wegen der Biotopvielfalt mit Felsen, Kalkmagerrasen, Blockhalden, Gehölzen und Streuobstwiesen unter Naturschutz.

Dann sind wir am Hohenstaufen (694m), den wir umrunden. Hier sind einige Sehenswürdigkeiten. An die Stauferzeit erinnert die achteckige Stauferstele aus apulischem Marmor, die 2002 aufgestellt wurde. Die Burg Hohenstaufen, Stammsitz der Staufer, entstand zwischen 1050 und 1079 und hat sich in Mauerresten erhalten. Stauf ist übrigens die Bezeichnung für ein Trinkgefäß. Wenn man das rumdreht hat man die Kegelform des Bergs Hohenstaufen.

In Hohenstaufen sehen wir die evangelische Kirche mit der Barbarossakirche St. Jakobus aus dem 15. Jahrhundert. Auch am Platz ist das Dokumentationszentrum für Staufische Geschichte. Auf die Stauferzeit geht beispielsweise das Medizinwesen mit Arzt/Apotheke und festgelegten Arzneimittelpreisen zurück – jetzt wissen wir auch das!

Bildnachweis: Von Pwagenblast [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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