Durch den Liebethaler Grund (zum weltgrößten Wagner-Denkmal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑79m  ↓79m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Lohmen und Hinterjessen erstreckt sich der Liebethaler Grund, wie hier das tief eingeschnittene Tal der Wesenitz genannt. Die Wesenitz durchbricht im Liebethaler Grund den Sandstein des Elbsandsteingebirges.

Zwei Mühlen kennzeichnen die Anfang- und Endpunkte des Liebethaler Grundes. Den Namen hat das Tal im nordwestlichen Randbereich der Sächsischen Schweiz durch den Ort Liebethal, auf einer Hochfläche nördlich des Ufers der Wesenitz. Liebethal ist ein Stadtteil von Pirna, das südlich unserer schlanken Runde ist.

Wir starten vom Wanderparkplatz Liebethaler Grund, in Liebethal, wo die Klemnitz in die Wesenitz einmündet. Auf dem rund einstündigen Spaziergang gibt es viel zu entdecken, was aus der kurzen Runde eine längere werden lassen kann. Wir wandern am Klettergarten Liebethaler Grund vorbei auf den Wesenitztalweg und haben das Wasser gleich neben uns.

Wir treffen auf das weltweit größte Richard-Wagner-Denkmal, das 1933 hier aufgestellt wurde. Auf einem 8m hohen Sandsteinsockel steht über 4m hoch Wagner als Gralsritter. Um ihn gruppieren sich fünf Figuren, die die Elemente seiner Musik verkörpern, das Sphärische, das Lyrische, das Dramatische, das Dionysische und Dämonische. Wagner war zwischen 1842 und 1849 Hofkapellmeister in Dresden und schätzte die Sächsische Schweiz zum Ausruhen.

Der Wirt der Lochmühle stellte das Grundstück für das Denkmal zur Verfügung. Die Lochmühle sehen wir dann auch direkt, vielmehr das, was die Zeit davon übrig gelassen hat und das, was laut einem Masterplan bereits zur Umsetzung gekommen ist. Die seit 1990 leer stehende Lochmühle, vor 1559 gebaut, soll mit einem darüber erhöht liegenden neu zu bauenden Hotelkomplex verschmelzen und zu einem Wagner-Pilgerort der Wagner-Stätten Graupa werden. Die Pläne sind ambitioniert.

Die nächste Mühle an der Wesenitz ist die Daubemühle mit einer Wasserkraftanlage und der Möglichkeit für Gastronomie. Die Daubemühle wurde erstmalig 1465 urkundlich genannt. Sie war Mahlmühle, Graupenmühle und Holzschleiferei. Sie ist verwaist und sucht Pächter.

Wir queren die Wesenitz mit der Umfließung Daubemühle, biegen in die Richard-Wagner-Straße nach links ein und wandern entlang von Waldrand und Feldern via „Bei der Liebethaler Kirche“ zurück nach Liebethal und dort zur Kirche, von einem Friedhof umgeben. Ein Schild verrät, dass wir an einer der ältesten Kirchen der Sächsischen Schweiz sind, 1373 erstmals genannt. Genannt sind dann auch einige Personen, die man anrufen kann, wenn man das Renaissancekirchlein von innen anschauen mag.

Bildnachweis: Von SchiDD [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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