Durch den Kohlenbachsgrund zum Rennsteig und über den Brand zurück


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑315m  ↓315m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Dreieck von Oberschönau (Ortsteil von Steinbach-Hallenberg) westlich, der Landstadt Oberhof östlich und der Kleinstadt Zella-Mehlis südlich liegt das Kerbsohlental Kanzlersgrund, vom Haselbach, dem Oberlauf der Schwarza, durchzogen. Bei Ski-Freunden bekannt ist vielleicht die Schanzenanlage im Kanzlersgrund.

Aufstreben, oben bleiben und abchillen – mit viel, viel Grün in unterschiedlichen Schattierungen, könnte die Subline der Runde werden. Parkmöglichkeit ist an der Kanzlersgrundstraße (L1128). Der Haselbach fließt auf der gegenüberliegenden Seite und wir wandern am Rand einer Lichtung aufwärts, mit Blick auf das Café Kanzlersgrund und biegen gen Norden mit dem Kohlbach, durch den Kohlenbachsgrund.

Im Kohlbach heißt auch der Weg zur Quelle. Östlich ist der Mittelhauk (736m), westlich der Hohe Stein (860m). Weiter des Wegs schließt sich der Wald Kohlenbachswand an und östlich geht die Höhe in den Jägerhausberg (874m) über. Wir queren die Rollerbahnen Grenzadler und biegen nach links auf den Rennsteig.

Dem Rennsteig folgen wir zur Schutzhütte beim Gustav-Freytag-Stein auf 876m. Im Winter werden hier übrigens einige Loipen gespurt. Der dreiseitige Stein zeigt H für Hessen, G für das Amt Georgenthal und S für das Amt Schwarzwald. Gustav Freytag war ein Schriftsteller (1816-1895), der seit 1851 ein Sommerdomizil in Siebleben bei Gotha hatte. Er war damals recht populär durch seinen Zyklus von Kurzromanen, die germanisch-deutsche Geschichte anhand von Familienmitgliedern darstellt. Völkerwanderung kommt da auch vor und so passt das ja mehrfach an diese Stelle am Rennsteig.

Wir haben hier etwa Bergfest, wenden uns gen Süden und folgen ein Stück dem Brandweg. Der führt gen Osten auf den Brand (901m), wir gehen westlich und damit um den Finsterbachkopf (989m). Vom Brandweg biegen wir ab, wandern waldig in Richtung Hoher Stein, auf dessen 860m wir einen lohnenswerten Abstecher mit Aussicht auf die Thüringer Berge machen könnten. Der Untere Möstweg bringt uns weiter ins Tal hinab, mäandernd, mit Wald und Wiesen, zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Steffen 962 [CC0] via Wikimedia Commons

Vgwort