Deutsches Klingenmuseum


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Im Hauptgebäude des früheren Augustinerinnenklosters in Gräfrath empfängt seit 1991 das Deutsche Klingenmuseum seine Besucher. Das Deutsche Klingenmuseum geht zurück auf eine 1904 von der Solinger Fachschule für Metallgestaltung begonnenen Sammlung von Klingen, Scheren und Bestecken. 1929 – im Jahr als die Großstadt Solingen entstand – wurde die Sammlung als eigenes Industriemuseum ausgegründet und seit 1954 firmiert die Sammlung als Deutsches Klingenmuseum.

Im Deutschen Klingenmuseum dreht sich alles um die Geschichte der Klinge, egal ob als Waffe, als Besteck oder als Messer. Die Ausstellungsstücke reichen vom bronzezeitlichen Schwert bis zum zeitgenössischen Besteck und erläutern daran die Entwicklung und Bedeutung des Schneidens für die Geschichte der Menschheit. Durch private Schenkungen und staatliche Unterstützung verfügt das Deutsche Klingenmuseum heute über die weltweit größte Bestecksammlung.

In einem Nebengebäude betreibt das Deutsche Klingenmuseum das Klingenmuseum für Kinder. Hier kann man nicht nur gucken, sondern auch anfassen. Ein schlauer Zwerg hat auf fast alle Fragen die passenden Antworten, man kann Geräusche raten, in geheimnisvolle Kisten greifen und sogar echte alte Schwerter, Säbel und Dolche in die Hand nehmen.

Jeweils am ersten Wochenende im Mai findet im Deutschen Klingenmuseum die Internationale Messermacher-Messe statt. Stars der internationalen Messermacherszene präsentieren dann in Gräfrath ihre handgefertigten Messer. Rund hundert Teilnehmer sind vor Ort und ein spannendes Rahmenprogramm z.B. mit Schmiedevorführungen und einer Einführung in die Schwertkampftechnik macht die Messermacher-Messe zu einem attraktiven Event für die ganze Familie.

Im Deutschen Klingenmuseum gibt es nicht nur Messer und Bestecke zu sehen. Auch der Gräfrather Kirchenschatz des ehemaligen Klosters wird gezeigt. Zum Gräfrather Kirchenschatz zählen wertvolle Goldschmiedearbeiten aus gotischer und barocker Zeit. Als Schatzkammer dient ein Kreuzgangflügel des ehemaligen Stiftsgebäudes, der ursprünglich als nördliches Seitenschiff zur romanischen Klosterkirche gehörte. Der Gräfrather Kirchenschatz gilt nach dem Kölner Domschatz als bedeutendste Sammlung kirchlicher Goldschmiedearbeiten im Erzbistum Köln

Ebenfalls im Deutschen Klingenmuseum untergebracht ist das Heimatmuseum Gräfrath, das von Bürgern und den örtlichen Vereinen mit allerhand interessanten Dingen aus der langen Geschichte des Solinger Stadtteils Gräfrath bestückt ist.


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