Carl-von-Linde-Weg von Obersalzberg zur Scharitzkehlalm (Berchtesgadener Land)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑263m  ↓215m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ja, auch das gibt es: fast ohne Steigung in den Berchtesgadener Alpen wandern. Möglich macht’s der Carl-von-Linde-Weg, der 1895 angelegt und von Carl von Linde finanziert wurde. Die leichte Wanderung bietet tolle Aussichten auf Berchtesgaden, Schönau am Königssee, den Untersberg (1.972m) und den Watzmann (2.731m).

Das Besondere am Carl-von-Linde-Weg ist der Umstand, dass er fast ohne Steigungen auskommt. Es geht nahezu auf ebener Strecke von Obersalzberg zur Scharitzkehlalm. Unterwegs trifft man auf verschiedene Einkehrmöglichkeiten. So ist der Carl-von-Linde-Weg z.B. auch ideal für Familien mit Kinderwagen oder den ungeübten Wanderer, der trotzdem ein herrliches Alpenpanorama genießen möchte.

Carl von Linde (1842-1934) war der deutsche Kältekönig. Der Ingenieur erfand ein Verfahren zur Verflüssigung von Luft, was bis heute das Kernelement von Kühlschränken du Gefriereinheiten ist. Was hat Carl von Linde mit dem Berchtesgadener Ortsteil Obersalzberg zu tun? Linde kam auf seiner Hochzeitsreise nach Obersalzberg und beschloss, seinen zweiten Wohnsitz in den Berchtesgadener Alpen zu nehmen. 

Als Obersalzberg bei Hitler beliebt und zum Führersperrbezirk wurde, schrieb man1933. Über diesen Teil der Geschichte informiert das Dokumentationszentrum Obersalzberg, wo unsere Wanderung beginnt.

Über die Salzbergstraße gehen wir in die Natur. Der gut ausgeschilderte Carl-von-Linde-Weg führt uns zur Sommerrodelbahn Obersalzberg sowie zum Alpengasthof Hochlenzer. Über 600m kann man dort den Berg den Buckel runter rutschen.

Wir wollen nicht runter, sondern rauf: zum Windbeutelbaron. Es kann nur einen geben. Ist auch so, als geschützte Wort-Bildmarke. Dahinter verbergen sich Riesenwindbeutel nach einer „preußischen“ geheimen Rezeptur, die es nur hier gibt, neben vielen anderen Leckereien. Carl von Linde befasste sich sozusagen ja auch mit Luft, mit ihrer Verflüssigung, wobei unterwegs der Kühleffekt eintritt. Komprimieren, entspannen, abkühlen – man erinnert sich vielleicht an den Unterricht.

Unser letztes Ziel ist die Scharitzkehlalm unter der eindrücklichen Westwands des Göll (2.522m). Zur Scharitzkehlalm geht es durch den Wald, die Scharitzkehlstraße wird passiert und fast am Ende der Lichtung steht die Scharitzkehlalm dann.

Bildnachweis: Von Daniel Nussbaum [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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