Burg Zievel

Nördlich von Lessenich, einem 400-Seelen-Ort im Mechernicher Eifelvorland, liegt der Adelssitz der Burg Zievel, eingefasst von dem gleichnamigen Golfplatz. Als Adelssitz wurde Zievel erstmalig 1107 erwähnt.

Im 19. Jahrhundert übernahm die Familie Krewel, die nach wie vor Eigentümer der Burg ist, die Anlage. 1828 ließ die Familie das alte Herrenhaus abreißen und erbaute ein neues, jenes, das den rosa Anstrich hat.

Burg Zievel, am Südrand des Waldgebiets am Billiger Berg, war einmal eine Wasserburg. Davon zeugten einst Wassergräben, die nun verschwunden sind. Die Burganlage misst etwa 65 x 65m und ist fast rechtwinklig. Von fünf Türmen der Vorburg sind noch vier stattliche erhalten. Im Westen der sehenswerten Burganlage liegen die beiden Herrenhäuser sowie das mittelalterliche Haupttor.

Der Bergfried ist an der barocken Haube erkennbar. Je ein Torturm findet sich an der Südwest- und der Nordwestecke. Das zweigeschossige Gebäude mit dem gestaffelten Giebel und dem weißen Anstrich stammt aus der Ausbauphase im 17. Jahrhundert. Weitere Gebäude flankieren den Innenhof. Das Gelände rundherum dient einem Golfplatz mit der Menno Beelen Golf Akademie. Dessen Motto: „Think easy! Play easy! Stay easy!“ Bei einem Besuch der Burg Zievel an einem sonnigen Tag springt dieses Motto sicher über.

In Lessenich fällt der spitze Helm der katholischen St. Stephanus Kirche ins Auge. Der Turm hat vier Geschosse und ein rundbogiges Portal aus der Zeit der Spätgotik. Das Portal trägt die Zahl 1581. Insgesamt misst der Turm etwas über 45m. Die Kirche ist ein einschiffiger Bruchsteinbau dessen Langhaus 1734 fertig war. Südöstlich fließt der Kühlbach an der Ortsgrenze entlang und östlich von Lessenich liegt eine Tongrube.