Burg Lahneck

Hoch oben über Lahnstein thront an einem Felsen über der Mündung der Lahn in den Rhein Burg Lahneck. Burg Lahneck wurde ab 1226 durch die Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz erbaut. Vis-à-vis zu Schloss Stolzenfels am anderen Rheinufer prägt Burg Lahneck die Lahnsteiner Pforte im UNESCO-geschützten oberen Mittelrheintal.

Auf Burg Lahneck setzten am 20. August 1400 die deutschen Kurfürsten den regierenden König Wenzel, der Faule, ab. Auf Burg Lahneck sollen der Legende nach die letzten zwölf Tempelritter gefallen sein. Auf Burg Lahn Lahneck verdurstete die schottische Touristin Idilia Dubb elendiglich auf einem der Türme, und Goethe ließ sich durch Burg Lahneck spontan zu seinem Gedicht Geistesgruß inspirieren. All das ist Burg Lahneck, die mittlerweile als prominenter Aussichtspunkt in die Wanderwege Rheinsteig, Rheinhöhenweg, Lahnhöhenweg und Lahn-Camino eingearbeitet ist und zum Pflichtbesuchsprogramm vieler Tagesgäste zählt.

Am 20. August 1400 setzten auf Burg Lahnstein vier Kurfürsten den regierenden deutschen König Wenzel ab, der seinen Beinmane „der Faule“ offenbar alle Ehren machte. Seit dem Dreißigjährigen Krieg verfiel Burg Lahneck zusehends. Heute ist Burg Lahneck Wohnort für die Nachfahren des ehemaligen kaiserlichen Vizeadmirals Karl Mischke.

Den besten Blick hat man natürlich vom Bergfried, der 29m hoch aufragt und in einem fünfeckigen Grundriss ausgeführt ist. Er war einst von mehreren kleineren Türmen umgeben, die allerdings bei den Schlachten des Dreißigjährigen Kriegs und später den napoleonischen Angriffen Ende des 18. Jahrhunderts zerstört wurden.

Daher ist das heutige Aussehen von Burg Lahneck auch nicht mehr originalgetreu, sondern stammt aus den Jahren 1852-1937, als Burg Lahneck im Stil englischer Gotik neu aufgebaut wurde. Seit dieser Zeit wird Burg Lahneck auch als Wohnburg genutzt – seit 1907 von der Familie und den Nachkommen des Vizeadmirals Robert Mischke. In der Saison von April-November werden Führungen in der Burg angeboten.

Auf Burg Lahneck werden seit mehr als fünfzig Jahren die Lahnsteiner Burgfestspiele abgehalten, die ältesten Freilichtspiele am Mittelrhein. Die Aufführungen finden jeweils im August statt. Seit 1998 ist die Städtische Bühne Lahnstein für das Programm verantwortlich. Aufgeführt werden eigene Produktionen, wie die Geschichte der Idilia Dubb, die im 19. Jahrhundert auf tragische Weise auf Burg Lahneck ums Leben kam, sowie Musicals und Volkstheaterstücke für Alt und Jung.

Eine weitere Großveranstaltung, an der Burg Lahneck hervorragend in Szene gesetzt wird, ist Rhein in Flammen, das hier zwischen Spay und Koblenz am zweiten Samstag im August stattfindet. In Lahnstein wird die 6km lange Rheinfront von leuchtenden Bengalfeuern erleuchtet. Das zweitgrößte Feuerwerk des Abends wird an der Johanniskirche in Niederlahnstein abgebrannt.