Schloss Stolzenfels

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In Koblenz, gegenüber der Lahnmündung, erhebt sich Schloss Stolzenfels, für viele das wichtigste Werk der preußischen Rheinromantik. Erbauen ließ es 1826-33 Kronprinz Friedrich Wilhelm IV., der später preußischer König wurde und Schloss Stolzenfels als Sommerresidenz nutzte.

Schloss Stolzenfels geht auf eine kurtrierische Zollburg zurück, die Mitte des 13. Jahrhunderts entstand. Gegenüber der Hangburg liegt auf der anderen Rheinseite Burg Lahneck. Der erhaltene fünfseitige Bergfried der Burg Stolzenfels wurde 1244 errichtet und zwei Mal aufgestockt. Weitere Ausbauten wie eine Verbindung zum Ort, Palas und Wohnturm erfuhr die Zollburg in den folgenden Jahrhunderten.

Dann erging es Burg Stolzenfels wie etlichen Burgen im Rheinland. Erst kamen die Schweden und dann die Franzosen und übrig blieb „kaputt“. 1802 ging die Burg per Übertragung an die Stadt Koblenz und die war jetzt clever und verschenkte die Ruine 1815 an den Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen. Der nahm das aber erst mal nicht an, erst nach seiner Hochzeit 1823. Da war er dann angefixt von der romantischen Rheinlandschaft und angestachelt von dem Wiederaufbau der Burg Rheinstein durch seinen Vetter.

Zunächst ließ Friedrich Wilhelm IV. von Claudius von Lassaulx die klassizistisch-neuromanische Pfarrkirche St. Menas bauen und im Anschluss aus der Burgruine eine Sommerresidenz errichten. Es entstand ein klassizistisches Schloss mit romantischen Einflüssen und Inspirationen der englischen Neugotik wobei die Zollburgteile integriert wurden. Zinnen wurden auf die umlaufenden Mauern gesetzt. Es gibt einen Schlosshof und eine Arkadenhalle sowie Rheinterrassen.

Zum Schloss gehört die Schlossklause im Gründgesbachtal, die die Dienerwohnung mit Stall und Remise beherbergt. Der Landschaftspark mit Pergolagarten, einem Blumenbeet in Form einer gotischen Fensterrose mit gusseisernem Brunnen, ein Viadukt, um nur einige Elemente zu nennen, machen das Schloss noch märchenhafter.

Im Inneren begeistert der Saal im mittelalterlichen Wohnturm durch seine Malereien, die zu den bedeutendsten der rheinischen Hochromantik zählen. Bei Besichtigungen staunt man auch nicht schlecht über die Einrichtung, die der Sammelleidenschaft von Friedrich Wilhelm entsprungen ist, der übrigens 1842 mit Gattin und Gefolge, historisch gewandet, eingezogen ist.

Die katholische Pfarrkirche St. Menas, unverkennbar nach Plänen von Lassauxl erbaut und 1833 fertiggestellt, entstand im neoromanischen Stil aus unverputztem Bruchsteinmauerwerk und trägt einen spitzen Glockendachreiter. Sie trägt als einzige Kirche nördlich der Alpen das Patrozinium des heiligen Menas, einem ägyptischen Märtyrer, der vor allem in der koptischen Kirche verehrt wird.