Burg Ehrenfels (Rheingau)

Gutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut WernerGutsausschank Rauenthaler Berg im Weingut Werner

Etwa auf halbem Weg zwischen Assmannshausen und Rüdesheim liegt die Ruine der Burg Ehrenfels im Rheingau. Oberhalb des Burgruine steigt steil der Rüdesheimer Berg an, eine Sammelbezeichnung für mehrere Weinlagen, die auf einer Fläche von 83ha zu großen Teilen mit Rieslingreben bestockt sind.

Burg Ehrenfels wurde wahrscheinlich 1211 errichtet und kam 1222 an das Erzbistum Mainz. Die Kurmainzer nutzten Burg Ehrenfels dann im Zusammenspiel mit dem Binger Mäuseturm als Zollstelle und bauten sie zur zeitweiligen Residenz und als Fluchtburg für den Erzbischof und den Domschatz aus. Nachdem Burg Ehrenfels den Dreißigjährigen Krieg relativ schadlos überstanden hatte, fiel die Anlage 1689 jedoch dem Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97) zum Opfer. Im Nachgang wurden die äußeren Burganlagen zu Gunsten neue Weinberge abgebrochen.

1866 kam die leer stehende Burg Ehrenfels an Preußen und gehört seit 1945 dem Land Hessen. Im Zuge der Auszeichnung des Oberen Mittelrheintals als UNESCO-Weltkulturerbe wurde die Ruine in den letzten Jahren restauriert, ist aber für Besucher nur an einigen wenigen Tagen geöffnet. Wenn man an solch einem Tag die Burg besteigt, genießt man von den malerischen Doppeltürmen einen herrlichen Blick auf den Rhein, der ab hier seine bei Wiesbaden begonnene Ostrichtung ändert und wieder gen Norden fließt.