Borod

Gästewohnung MeierGästewohnung Meier

Etwa einen Kilometer westlich von Mudenbach liegt das kleine Dorf Borod links der Wied. Auch hier gibt es eine historische Mühle, die 1830 als Ölmühle errichtet und bereits vier Jahre später zu einer Knochenmühle umgerüstet worden ist.

Knochenmühlen erfreuten sich – so wie heute vielleicht Windräder – im 19. Jahrhundert einer besonderen Konjunktur. Nachdem man die Düngerwirkung zermahlener Knochen entdeckt hatte, wurden zumeist wasserbetrieben „Knochenstampfen“ im Akkord errichtet. 1861 gab es allein im Königreich Preußen 364 Knochenmühlen. Die Boroder Knochenmühle zermalmte bis 1874 Knochen, dann erfolgte eine weitere Umrüstung zur Mahlmühle bis dann 1954 der Mühlenbetrieb endgültig eingestellt wurde.

Etwas flussaufwärts von der Knochenmühle erreicht man das nur 8,5ha große Naturschutzgebiet Wiedaue bei Borod. Es wurde 1992 eingerichtet, um die Feuchtwiesen und Sumpfflächen für hier lebende seltene Vogelarten wie den Eisvogel, das Braunkehlchen, und die Rohrammer zu schützen.