Bonn-Holzlar

Hotel im HeisterholzHotel im Heisterholz

Der Bonner Stadtteil Holzlar liegt im rechtsrheinischen Bezirk Beuel. Direkt nördlich schließt sich Hangelar an. Im Südwesten zum Rhein hin erhebt sich der Ennert und direkt westlich liegt Pützchen.

In Holzlar entspringen mehrere Bäche, darunter auch der Vilicher Bach (Mühlenbach) und der Alaunbach. Letzterer verdankt seinen Namen der Förderung von Kaliumaluminiumsulfat, das landläufig Alaun genannt wird und früher für die Gerberei und Färberei gebraucht wurde. Der Abbau des Rohstoffs führte zu einer Übersäuerung der umliegenden Böden, die sich mit Beendigung der Förderung um 1870 glücklicherweise wieder erholten.

Der Mühlenbach speist am Südrand von Holzlar zunächst den kleinen Holzlarer See und fließt dann durch den Ort, wo u.a. die Holzlarer Mühle über Jahrhunderte angetrieben wurde. Wann die Holzlarer Mühle entstand ist unklar, liegt aber mindestens 500 Jahre zurück. Heute ist sie die einzige funktionsfähige historische Mühle im Bonner Raum und steht seit 1988 unter Denkmalschutz. Betrieben wird das Zeugnis industrieller Frühgeschichte seit 1989 vom Holzlarer Mühlenverein, der auch Führungen durch die Anlage organisiert. An jedem zweiten Samstag im Dezember findet an der Holzlarer Mühle den Holzlarer Weihnachtsmarkt statt.

Zwischen Hauptstraße und Hövelweg liegt ein alter Friedhof mit fünfzig Gräbern. Dieser Friedhof ist denkmalgeschützt, da er zu den ältesten evangelischen Friedhöfe im Rheinland zählt. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde er von der Familie Linder angelegt, weshalb man in Holzlar auch Linders Garten nennt. Der älteste Grabstein ist aus dem Jahr 1658. Der Friedhof wurde offiziell 1968 geschlossen, allerdings fanden noch nach dem Jahr 2000 Bestattungen innerhalb der Familiengräber statt.