Bergweg zum Halloh (Meschede)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑143m  ↓143m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Berge liegt westlich der hochsauerländischen Kreisstadt Meschede im Tal der Wenne. Von Berge aus können wir eine kleine Wanderung starten, die uns hinauf zum Halloh (346m) führt, eine Höhe zwischen Wennemen, Berge und Calle.

Um das Jahr 1200 war das Halloh eine Station auf dem Soester Totenweg. Diese Strecke verlief zwischen der Wittekindburg in Soest über den Arnsberger Wald und durch das Tal der Wenne bis nach Wormbach, dem religiösen Zentrum im Sauerland. Verstorbene Fürsten und Adelige wurden in einem Trauerzug diesen Totenweg entlang nach Wormbach überführt, woher der Weg den Namen hat. Und auch in einer weiteren Hinsicht hat das Halloh mit dem Tod zu tun. Der Platz auf dem Berg diente auch als Hinrichtungsstätte. Hier oben standen die Galgen, und zur Zeit der Hexenverfolgung brannten die Scheiterhaufen oben auf dem Berg.

Der Rundwanderweg startet in Berge an der Bushaltestelle Mittelberge unweit der Kirche. Gegenüber von Café Franzes steht ein kleines Wanderportal, von dem aus wir der Markierung M im Kreis folgen. Man passiert die Wenne und spaziert durch den kleinen Jüppken-Park über einen Stationenweg hinauf zur Hallohkapelle.

Die Flurkapelle auf dem Halloh stammt aus dem Jahr 1686, es ist aber anzunehmen, dass sie eine Vorgängerin hatte. Geweiht ist sie der schmerzhaften Mutter. In den Jahren nach ihrem Bau entwickelte sie sich zu einem regelrechten Wallfahrtsort, wohin Kranke pilgerten, um Linderung ihrer Leiden zu erfahren. Im Inneren der Kapelle auf dem Halloh ist das um 1700 entstandene Vesperbild.

Den schönen Fernblick genießend machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Berge im Tal der Wenne. Man spaziert etwas vorbei am kleinen Windfeldpark, wo in einer kleinen Waldsenke eine Teichanlage mit Kneippbecken angelegt worden ist. Wenig später ist man wieder zurück am Ausgangspunkt der Tour im Zentrum von Berge.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1 by Dominik Bönner [CC-BY-SA-3.0]