Basaltpark Bad Marienberg

Als Außenstelle des Landschaftsmuseums Westerwald in Hachenburg bietet das Geotop und Biotop Basaltpark einen beeindruckenden Blick ins Erdinnere des Hohen Westerwalds. Der Basaltpark liegt an der Bismarckstraße in Richtung Unnau und ist von der Bad Marienberger Innenstadt zu Fuß aus zu erreichen.

Inmitten des 1.300ha großen Landschaftsschutzgebiets Marienberger Höhe liegt der Basaltpark auf dem Gelände der ehemaligen Westerwaldbrüche Marienberg I. Dieser Basaltsteinbruch wurde von 1905-75 aktiv betrieben, bis sich der Abbau wirtschaftlich nicht mehr lohnte. Nach Einstellen der Arbeiten sammelte sich am Grund des Steinbruchs Wasser und es ist ein kleiner Kratersee entstanden. Um diesen führt ein rund 1km langer Rundweg, der mit Schautafeln und Gesteinsbeispielen ausgestattet ist.

Rund um das Freilichtmuseum kann man die verschiedenen Arten und Kristallisationsformen des Basaltes gut erkennen. Charakteristisch sind die fünf- oder sechseckige Säulen in verschiedenen Stärken und Höhen, die häufig in Meilerstellung sichtbar sind. Meilerstellung nennt man eine radialstrahlige und zur Mitte hin ansteigende Lagerung der Basaltsäulen, die der Schichtung in einem Kohlenmeiler ähneln.

Das ehemalige Maschinenhaus dient heute als Informationsstelle. Hier werden Fotos, Karten und Dokumente zum Basaltabbau und dem Steinbruchbetrieb ausgestellt. Vor dem Ersten Weltkrieg lag das Schwergewicht der Westerwälder Basaltindustrie auf der Produktion von Basaltsäulen, Pflaster- und Wasserbausteinen für Dammbauten. Danach konzentrierte sich der Steinbruch nahm mit dem verstärkten Bau von Fernstraßen und der Eisenbahn auf die Schotter- und Splittproduktion. Im Maschinenhaus wird auch ein Modell des Steinbruchs von 1955 ausgestellt, das einen lebendigen Eindruck über die ehemals Kernindustrie des Westerwalds vermittelt.

Der Basaltpark ist aber nicht nur informativ, sondern bietet auch Erholungsmöglichkeiten für die ganze Familie. Eine erkletterbare Rangierlok und eine für den betriebsinternen Gesteinstransport typische Diesel-Lok machen einen Ausflug auch für die Kleinsten attraktiv.