Ballersbach

Ballersbach liegt in einem Seitental des Aartals am Nordhang der Alteburg (445m), der höchsten Erhebung der Hörre. Westlich von Ballersbach erheben sich die beiden niedrigeren Hausberge, der Niederbachsberg (354m) und der Hain (339m).

Die evangelische Kirche von Ballersbach ist kunstgeschichtlich recht interessant. Die Kapelle 1343 von einem Priester zu Ehren des heiligen Antonius gestiftet und entwickelte sich nach der Reformation zur Pfarrkirche auch für das deutlich größere Seelbach. Im Rahmen dieser Aufwertung erfolgt um 1500 eine prachtvolle Ausmalung der Ballersbacher Kirche mit interessanten Motiven des mittelalterlichen Volkslebens.

Diese Wandmalereien waren lange Zeit verschollen, bis 1912 ein Blitz einschlug und die spätgotischen Fresken bei den folgenden Renovierungsarbeiten wieder entdeckt wurden. 1993 fand eine umfangreiche Erneuerung der Kunstwerke statt um diese auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern.

Die originalen Fresken konnte wohl noch der berühmteste Ballersbacher in Augenschein nehmen: Johann Heinrich Alsted (1588-1638). Johann Heinrich Alsted war Theologe und Universalgelehrter. Daher lag ihm viel daran, dass bekannte Wissen der Welt zu sammeln. Während seiner Zeit Professor an der Herborner Hohen Schule verfasste er deshalb eine siebenbändige Enzyklopädie, die als eine der ersten Nachschlagewerke in die Geschichte einging: die Encyclopaedia Cursus Philosophici.

An Ballersbach vorbei führt der zertifizierte Wanderweg Hessen-Extratour Dernbachwiesen. Die gut 14km lange Wanderung führt quer durch die Hörre über Wald und Feld zu einem weitreichenden Aussichtspunkt über das Aartal. Die Tour beginnt und endet im Dernbachtal bei Seelbach.