Arfurt

Zwischen Aumenau und Runkel liegt rechts der Lahn der Ort Arfurt, der zusammen mit Villmar auf der anderen Seite der Lahn eine kleine katholische Enklave bildet. Der auffälligste Bau in Arfurt ist denn auch die katholische Pfarrkirche St. Lambertus, die 1827-29 als breiter Saalbau mit halbrundem Chorschluss errichtet worden ist.

Bei Arfurt mündet an der Arfurter Lahnschleife der 9km lange Tiefenbach in die Lahn. Ein weitere kleiner Bach, der Linnebach, entspringt oberhalb von Arfurt am Steimelskopf (242m) und trennt den historischen Ortskern von Arfurt von einem Baugebiet neueren Datums.

Östlich von Arfurt in Richtung Seelbach lag früher Heymanns Mühle. Hier wurde Ocker abgebaut und der Chemiker Fritz Muck, ein Schüler Justus Liebiegs, entwickelte aus dem Grundstoff einen Farbton, der als Arfurter Grün im 19. Jahrhundert einige Bekanntheit hatte. Die Produktion konnte allerdings nicht dauerhaft rentabel durchgeführt werden, weshalb Muck sich in Richtung Ruhrgebiet verabschiedete und zu einem der Begründer der Steinkohle-Chemie wurde. Heute erinnert an diese frühe Industrieproduktion in Arfurt nur noch der Gemarkungsname Mucke-Heck.